Bericht 1:
Nach Voranmeldung zeigte uns der Händler die Welpen, die sich ziemlich am Anfang der Zuchtanlage befanden. Das abgetrennte Abteil war ziemlich klein und auf dem Boden befand sich Kleintierstreu und es roch penetrand nach Kot und
Urin. Es befanden sich 5 Rüden in dem Gehege. Der Händler erkläre uns, daß er nur noch Rüden habe, weil die weiblichen Tiere
als erstes verkauft wurden. Die Rüden wirkten verstört und ängstlich, welches ich damals auf uns bezog, da wir fremd waren.
Wir verliebten uns sofort in einen dieser Welpen, der ganz traurig in der Ecke saß und zitterte. Ich hob ihn hoch, um ihn
mir genauer anzuschauen. Dabei fiel mir auf, daß sein Hinterteil am After kahl, wund und entzündet war. Das gesamte Fell
des Tieres war verfilzt und mit verklebtem Streu übersät. Der Hund roch sehr stark nach Kot und Urin. Auf meine Frage,
warum der Hund wund und kahl am Hinterteil sei, antwortete der Händler, der Hund habe sich vollgekotet und sei auf dem Hinterteil gerutscht und deshalb habe er ihm die Haare dort entfernt.
Das Tier war schon 5 Monate und dafür sehr schmächtig und viel zu dünn. Nichts desto trotz haben wir uns in das Tier verliebt und erwarben den Rüden für 350 Euro. Zwei Tage später erbrach der Hund ständig und litt unter extremen Durchfällen. Der Tierarzt gab ihm daraufhin eine Spritze und die Sympthome besserten sich, aber nicht von langer Dauer. Es folgten immer wieder Erbrechen, Durchfall mit Blut und ein langer Kreislauf von tierärztlichen Behandlungen. Wir entschlossen uns dann verzweifelt, eine Tierklinik aufzusuchen.
Dort sind wir bis zu heutigen Tag mit dem Tier in Behandlung. Es wurden sämtliche Untersuchungen wie Kotprobe, Ultraschall, Blutabnahme, Magen- und Darmspiegelung ect. durchgeführt. Keiner konnte sich erklären, warum der Hund ständig Blut im Kot hatte. Wir haben alles mögliche ausprobiert von Pulver, Tonikum für den Darm über sehr kostspieliges Diätfutter, aber nichts half.
Letzteres wurde dann in der Tierklinik ein Allergietestdurchgeführt und es stellte sich heraus,
daß der Hund hochgradig allergisch ist. Von da an mußten wir den Hund alle drei Wochen spritzen zur Sensibilisierung. Dies führen wir jetzt schon seit 4 Monaten durch und haben dadurch eine Besserung erzielt. Schlimmstenfalls kann es passieren, daß das Tier ein Leben lang diese Spritzen braucht. Hinzu kommt noch, daß der Hund sehr, sehr ängstlich ist - besonders Männern gegenüber. Wir haben ein halbes Jahr sehr viel Liebe und Gefühl investiert, bis das Tier Vertrauen zu meinem Mann entwickelt hat. Für uns ist das ein Zeichen, daß er im Welpenalter Schlimmes erlebt haben muß. Uns sind auf diesem Wege einige Kosten für Tierärzte, Klinik, Spezialfutter und Medikamente in H öhe von über 2000 Euro entstanden.
Bericht 2:
Wir kauften vor einem Jahr einen Mopswelpen bei einem bekannten Händler, welcher sowohl in der Zeitung, wie auch im Internet annonciert. Der Hundebereich wurde uns als Hundepension verkauft - natürlich waren wir naiv und glaubten dies. Uns wurden auch außer den Mopswelpen keine anderen Welpen "vorgeführt". Die "Elterntiere" (fraglich, ob sie es tatsächlich waren) durften zwar auf uns zulaufen, wurden aber sofort vom Händler zurückgerufen. Als wir unseren Mops einige Wochen später abholten, hatte er eine Wunde am Kopf. Der Händler versicherte uns, das sei eine Wunde, die er sich beim Rangeln mit seinen Geschwistern zugezogen habe. Auch das glaubten wir damals, leider....
Ich habe mich nun an Sie gewandt, denn vor einer Woche verstarb unser Hund. Er wurde nur 18 Monate alt und ist, wie ich gestern erfahren habe, leider kein Einzelfall. Er hatte HD und eine degenerative Veränderung der Brustwirbelsäule. Außerdem hält der Tierarzt eine von dort ausgehende Thrombose oder Emboli für möglich, da unser Hund mit Schaum vor dem Mund starb.
Bericht 3:
Wir haben über den Tierschutz einen Berner Sennenhund bekommen, der ehemals von einem Händler gekauft wurde. Er hat schwere HD und kaputte Knie. Die vorherigen Halter (sie haben ihn beim Hundehändler gekauft und hatten ihn dann nur ca. 4 Wochen) wollten ihn einschläfern lassen, da er so krank war. Aber der Tierarzt informierte den Tierschutz und so wurde der Rüde nicht eingeschläfert. Es war ein ganz schönes Stück Arbeit, den Hund wieder aufzupäppeln, da er von Anfang an - insgesamt 5 Monate - nicht laufen konnte und nur gelegen hat! Wir durften am Anfang nur 5 Minuten am Tag mit ihm laufen, mehr hätte er nicht geschafft. Er hatte inzwischen eine Goldakupunktur bekommen, damit er wieder einigermaßen schmerzfrei laufen kann. Nach langem Üben (5 Minuten am Tag), erhöhten wir die Minuten beim Gassigehen Stück für Stück und bauen so langsam seine Muskulatur wieder auf. Wir müssen regelmäßig zum Tierarzt, damit er schauen kann, wie sich unser Rüde entwickelt.
Mir brannte dieses Mal allerdings noch eine Frage an den Tierarzt auf der Seele, denn ich bemerkte bereits in den ersten Tagen, daß unser Hund an den Gelenken oberhalb der Pfoten einmal um den Knöchel rum Narben hatte an allen vier Pfoten. Immer wenn ich über die Narben streicheln wollte, zog er erschrocken die Pfoten zurück. Ich fragte also den Tierarzt, wo er die herhaben könnte und er sagte mir, daß unser Hund wahrscheinlich mit einem Seil oder Strick an allen Vieren gefesselt wurde und sich das Seil/Strick in die Haut brannte (sieht aus wie Verbrennungen) beim Versuch sich los zu reissen. Ich war geschockt!
Bericht 4:
Ich habe auch einen Hund bei einem Hundehändler gekauft. Die Anzeige habe ich im Internet gefunden und bin dann dorthin, um mir den Hund anzusehen, Er wollte nicht laufen und sah auch sonst nicht gut aus. Aber da lassen wollte ich den kleinen Wurm nicht, und habe ihn dann doch gekauft. Das Herz war grösser als der Verstand!
Beim TA hat sich dann rausgestellt, daß er Kokzidien hat, Lungenwürmer und auch sonst in einer schlechten Verfassung ist! Das Ganze hat mich bis jetzt 600 € Euro Tierarztkosten gekostet und jede Menge Nerven...
Bericht 5:
Wir haben durch einen Bekannten, der die Annonce wiederum aus dem Internet hatte, eine Adresse bekommen, bei der man Welpen kaufen konnte. Da unser Hund vor gut 1 1/2 Wochen eingeschläfert werden mußte, hatten wir uns dazu entschlossen, einem Welpen ein schönes Zuhause zu geben. Wir wollten aber keinen teuren Hund vom Züchter mit Stammbaum und dem ganzem Pipapo. Er sollte einfach nur gesund, entwurmt und geimpft sein. Laut der Annonce sollte der Hund dieses auch sein und es war auch nur 2 km von unserem Wohnort entfernt. Wer denkt denn schon, daß es solche Verbrecher ganz in unserer Nähe gibt?
Der Händler erzählte uns dann, daß der Hund vom Veterinäramt aus schlechter Haltung geholt worden sei. Weiter erzählte er uns, daß er mit dem Tierschutz zusammenarbeitet. Der Hund war bei der Beschlagnahmung voller Milben gewesen und er wäre jetzt entwurmt. Wir dachten, wir tun noch ein gutes Werk: helfen dem Tierschutz und dem Tier. Wir zahlten eine "Schutzgebühr". Geimpft wäre er noch nicht, das könne der Händler aber noch schnell machen lassen. Unwissend und blauäugig wie wir da noch waren, nahmen wir ihn ungeimpft mit und wollten dieses dann selber beim Tierarzt erledigen. Der Händler ließ uns den Welpen dann für 350,- Euro statt 450 Euro, wies uns noch beiläufig drauf hin, daß andere Welpen aus dem Wurf Spulwürmer haben und wir vorsichtshalber noch ne Wurmkur bei dem Hund machen sollten, was wir noch am selben Tag machten. Eigentlich hätten bei uns alle Alarmglocken läuten müssen, jedoch wenn man ein so süßes hilfloses Wesen sieht, wird man blind und der Beschützerinstinkt kommt durch.
Unsere kleine Maus hatte nur ein sehr kurzes leidvolles Leben. Zwei Tage hatten wir einen fidelen Welpen, obwohl er von Anfang an Durchfall hatte, aber wir schoben es auf die neue Umgebung und die Futterumstellung. Nach der Wurmkur, die noch am selben Tag gemacht wurde, kamen auch eine Reihe Spulwürmer heraus. Nach der Eingewöhnungsphase von 3 Tagen fuhren wir zum Tierarzt zum Impfen, der jedoch wollte mit der Impfung noch warten, da seiner Meinung nach der Hund nicht gesund war. Was sich dann auch wirklich von Tag zu Tag verschlimmerte: er konnte sich kaum auf den Beinen halten, hatte Durchfall und konnte zum Schluß nicht mal mehr Wasser bei sich halten. Er erbrach nur noch. Wieder beim Tierarzt, kam die Kleine auf die Intensivstation und schaffte es 9 Tage mit Höhen und Tiefen durchzuhalten. Am 9. Tag ging es ihr dann so schlecht, daß man entschied, sie zu erlösen. Es hatte uns sehr getroffen.
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