
Labradorhündin Finja, 8 Monate alt, Besitzer Fam. F. aus der Lüneburger Heide
Finja lernten wir als 8 Monate alte temperamentvolle Hündin kennen. Sie hatte bereits Menschen gebissen und gelernt, ihren Willen mit aggressivem Verhalten durchzusetzen. Sie drohte mit gefletschten Zähnen und verteidigte ihr Futter vehement. Sie steigerte sich zeitweise völlig überdreht in aggressives Verhalten hinein und war dann nicht mehr ansprechbar.
Wir achteten nun während der Trainingsphase sehr auf einen ruhigen, geregelten Tagesablauf. Übungen wurden mit viel positiver Bestätigung und vorallem leiser Stimme absolviert. Wichtig war, die direkte Konfrontation zu vermeiden - es hieß vorausschauend Finjas Verhalten zu erahnen und bereits vorher regulierend einzugreifen. Sie wurde für "Auszeiten" durch Fütterung im Kennel an diesen gewöhnt. Bald war der Kennel für Finja eine geliebte Rückzugsmöglichkeit, in welcher wir sie auch nicht störten.
Innerhalb von 4 Wochen war eine deutliche Veränderung zu spüren. Finjas Gesichtsausdruck wirkte viel entspannter, sie blieb in kritischen Situationen immer ansprechbarer. Sie fing an, den Menschen wieder zu vertrauen und eine Bindung aufzubauen. Nach 5 Wochen war Finja nicht wieder zu erkennen und wechselte in ihre neue Familie.
Dieses Feedback kam bald darauf von Finjas Familie: Finja hat sich schon ganz
gut bei uns eingelebt! Sie verhält sich wie ein ganz "normaler" junger und verspielter Junghund!! Haben alle bisher keine
Probleme mit ihr!! Dazu muß ich dir aber auch gleich danken, daß
du uns(mir)so viele gute Tipps im Umgang mit Finja mitgegeben
hast; so das wir alle prima miteinander auskommen!!! Auch unser
Hund Athos kommt gut mit Finja zurecht. Sie lernt wirklich sehr
schnell und schaut sich alles von Athos ab. Ist für uns von
großem Vorteil und wir nutzen diesen auch! Wir alle zusammen
haben sie sehr gerne und sind uns sicher, daß dies die richtige
Entscheidung für uns alle war!!!
Finja ist heute eine erwachsene, souveräne Hündin, die die Hundeschule vor Ort mit Bravour absolviert hat. Sie begleitet ihr Frauchen auch mit ins Hotel und hat sich mit dem bereits vorhandenen erwachsenen Rüden zu einem wunderbaren Team entwickelt.


Cocker Spaniel Rüde Saro, 6 Jahre, Fam. S aus NL
Saros Familie wendete sich im Dezember 2006 an mich, da sich der Rüde nicht mehr festhalten bzw. das Halsband anziehen ließ. Er knurrte und schnappte drohend in die Luft und nach der Hand. In unserem Erstgespräch lernte ich Saro als Fremden gegenüber misstrauischen Hund kennen, der sich gerne auf dem Sofa hinter Herrchen versteckt. Wenn die Familie mit ihm alleine war, war Saro bis auf wenige Situationen ein lieber, aber selbstbewußter Rüde, der den Alltag bestimmte.
Wir begannen die Trainingsphase, indem Saro bei meinen Besuchen in seinem Korb Platz nahm und keine Chance mehr hatte, sich zu verstecken. Er wurde von uns ignoriert. Bereits in der zweiten Stunde schlief er während unseres Gesprächs tief und fest ein... und nahm am Ende der Trainingsstunde ein Leckerchen aus meiner Hand. Seine Neugier war geweckt!
Gleichzeitig begann Saros Familie mit viel Fleiss und Einfühlungsvermögen den Trainingsplan umzusetzen. Saro lernte Leckerchen und deren Vorzüge kennen - Saros Familie begab sich auf eine neue Ebene der Kommunikation mit ihrem Hund und übernahm die Führung. Das Training zu Hause zeigte bald Wirkung, Saro gewann immer mehr Vertrauen in seine Familie... und nach der fünften Trainingsstunde saß eine gelöste & glückliche Familie mit ihrem Hund beim Abschlussgespräch vor mir. Kein Wort mehr von Hund abgeben müssen - die Freude über die gemeinsame Zukunft war groß. Innerhalb von 3 Monaten hat sich eine neue Mensch & Hund - Beziehung entwickelt... danke für Ihr Vertrauen, liebe "Saro-Familie"!
Feedback:
Sehr geehrte Frau Hansen! Wir möchten die Trainingsstunden beenden. Unser Hund "Saro" ist so lieb geworden. Würden aber gerne mit Ihnen in Verbindung bleiben. Meine Frau und ich waren sehr zufrieden mit Ihrer Arbeit.

Emmy & Ruby, Australian Shepard Hündinnen, Fam. B aus Koblenz
Einen Tag, bevor mich Fam. B kontaktierte, haben sie zu ihrer erwachsenen Australian Shepard Hündin Emmy den Aussie-Welpen Ruby dazu genommen. Da Emmy bislang positiv und verspielt auf „Besuchshunde“ reagierte, wollte man ihr mit Ruby eine Gefährtin zur Seite geben. Allerdings reagierte Emmy anders als erwartet: sie zeigte sich beim ersten Zusammentreffen der beiden Hunde aggressiv, packte den Welpen und verletzte ihn schwer am Ohr. Durch diese Attacke verunsichert, rief mich Emmys Familie um Hilfe.
Bei meinem Erstbesuch lernte ich Emmy als freundliche, selbstbewusste Hündin kennen. Sie hatte ihre Familie gerne im Blick und damit unter Kontrolle. Der Welpe war nach dem Beissvorfall von der Hündin getrennt in einem anderen Zimmer untergebracht und es bestand die Überlegung, den Welpen zum Züchter zurückzubringen und Emmy weiterhin als Einzelhund zu halten.
In unserem Erstgespräch setzten wir uns mit der Sprache der Hunde auseinander und wie man seinen Hund „lesen lernt“. Die Besitzer bekamen ihren ersten Trainingsplan und schon während der ersten Übungseinheiten zeigten sich kleine Erfolge. Mein Besuch gab vor allem der Familie Sicherheit und Vertrauen in ihre Hunde zurück und somit begab man sich mit Elan ans Üben.
Einige Tage später konnten wir per Telefonberatung (aufgrund der Entfernung zwischen Trainer und Kunde ist nach einem ersten persönlichen Kennenlernen in geeigneten Fällen auch eine weitere Beratung/Begleitung des Trainingsprogramms per Telefon möglich) schon zum nächsten Übungsschritt übergeben und beide Hunde in Gegenwart des anderen füttern. Auch schliefen sie bereits in angrenzenden Zimmern, nur durch ein Hasengitter getrennt – so konnten sie sich sehen und riechen, aber nicht zueinander und sich verletzen. Die Übungen wurden konsequent weitergeführt und so erhielt ich eine Woche später folgende Nachricht der Familie:
Hallo!
Anbei sende ich Ihnen einen positiven Zwischenstand von Emmy und Ruby! Die Übungen, die Sie uns gezeigt haben, zahlen sich aus und die beiden spielen schon miteinander.
Viele Grüße vom Försterhof!

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