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Ebbys Tagebuch
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Ebby
eine fast weiße Labradorhündin aus Belgien
vermutlich 2001 geboren
ehemalige "Produktionshündin" eines Vermehrers
anfänglich ein seelisches Wrack
27.11.2003
Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll:
Ebby ist eine 2-jähr. kleine Labbimaus, wunderschön, aber sehr sehr schüchtern .... ich mußte sie schon beim Vermehrer aus dem Zwinger tragen. Sie "klebte" wie eine Tapete an der hinteren Zwingerwand, hatte "Gummibeine" und vor lauter Angst war sie nicht fähig, auch nur einen Schritt zu gehen.

Auf der Autofahrt war sie mit weiteren Hündinnen bei uns im Auto. Erst stand sie aufmerksam mitten in der Meute, jedoch wenn Menschen sich blicken ließen (wir waren doch alle neugierig), dann sackte sie sofort in sich zusammen ... furchtbar! Auf dem abgesteckten Rasenstück lief sie erst ein wenig rum, als jedoch immer mehr Leute auf das Stück kamen, um sich ihrer Pflegehündin auszusuchen, verkroch sie sich mit Afra in die hintere Ecke und blieb da ... regungslos. Ich legte ihr das Halsband um, trotz Angst machte sie keinerlei Anstalten zu knurren, geschweige denn zu beißen. Dann trug ich sie über den Parkplatz zum Tierarzt. Vor der Praxis mußten wir mit einigen anderen Ladys noch warten ... Ebby verkroch sich hinter die Gartenbank und schaute sich das Treiben aus sicherer Entfernung an.
Der TA war zufrieden mit ihr. Keinerlei Anzeichen auf Krankheit, Ohren ok (nur dreckig, aber keine Milben), Untersuchung ging ohne Probleme ... und dann hieß es wieder raustragen.
Sobald Ebby angeschaut wird oder (noch schlimmer für sie) berührt wird, sackt sie zitternd zusammen. Sie kann die Streicheleinheiten (noch) nicht genießen, ist innerlich total verspannt und hat wirklich eine heiden Angst ... so etwas hab ich noch nicht erlebt - und das mit nur 2 Jahren! Was hat die arme Maus nur bislang schlimmes erlebt .... neben der furchtbaren Zwingerhaltung muß da noch einiges mehr passiert sein ....
Nun ja, am späten Nachmittag fuhren Heike und ich die kleine Maus (ich nenne sie nur noch Häschen in der Grube, weil sie immer so zusammgengesunken da hockt) nach Hause. Zuhause angekommen durfte sie Ben begrüßen, da spitzte sie immerhin mal die Ohren und lief mit Ben einige wenige Schritte durch den Garten ... aber sobald Ben das Interesse an ihr verloren hat (und das ging erwartungsgemäß sehr schnell), sackte sie wieder zusammen ... also keine Chance, ihr Geschäft zu verrichten. Ich trug sie in die Wohnung und sie lief erst mal voll Panik in geduckter Haltung durch alle Zimmer, um sich dann hinter einem Sessel fest an die Heizung zu drücken. Sie war in keinster Weise ansprechbar ... sobald man sie anschaute, zuckte sie zusammen und sie zitterte wie Espenlaub ...
Wir ließen sie dann ein wenig in Ruhe ... ich hatte ja viel zu erzählen ... und nebenbei sahen wir, wie Ebby uns beobachtete ... neugierig ist sie schon, nur vor lauter Angst ist sie völlig blockiert ...
Später gab ich Ben und Ebby ihr Futter .... Ben verschlag seines wie gewöhnlich ... Ebby kannte ja die Metallnäpfe und sobald wir uns entfernt hatten, näherte sie sich vorsichtig. Aber sie lag dann immer noch eine halbe Stunde regungslos neben dem Napf, bis der Hunger so überwiegte .... dann fraß sie sehr hastig. Sobald sich jemand in dem Raum bewegte, hörte sie auf und erstarrte wieder ....
Ich trug sie gegen 23.30 Uhr nochmals nach draussen, aber keine Chance .... sie war so verspannt, daß ans Geschäftemachen nicht zu denken war ... arme Maus.
Wir gingen dann ins Bett, ließen alle Türen auf und kurz darauf hörten wir Ebby durch die Wohnung tigern ... und Wasser saufen ... dann war Ruhe und wir alle konnte bis heute morgen um 7.00 Uhr durchschlafen. Alles blieb sauber ... dabei hatte ich mich schon auf eine große Wischerei gefaßt gemacht.
Jedoch hat sich über Nacht Ebbys Angst nicht (auch nicht ansatzweise) gelegt. Sie kauert immer noch in der Ecke und beobachtet das Geschehen. Selbst heute morgen im Garten war sie so eingeschüchtert, daß sie sich nicht lösen konnte ....
Eigentlich kann ich es jetzt kurz machen: ihr Zustand hat sich seit gestern nicht verändert. Wir legen uns immer wieder zu ihr und massieren sie. Leider reagiert sie auf Körperkontakt immer noch mit Zittern .... jedoch wird es immer weniger .... Minifortschritt. Wenn man sich lange neben sie setzt und ihr Leckerli anbietet, nimmt sie es nach längerem Zögern ... Minifortschritt. Sie macht auch mal die Augen zu ... jedoch bei jeder schnelleren Bewegung ist die 100%-Spannung wieder da ... arme Maus.
Ich habe eben frische Rescue-Tropfen besorgt und hoffe, sie helfen ihr ein wenig, aus dem Loch zu kommen. Ansonsten heißt es heute: viel Geduld, Ruhe und immer wieder Annäherungsversuche - der Badetag wird wahrscheinlich verlegt (möchte ihr einfach nicht zu viel auf einmal zumuten). Sie ist ziemlich sauber (da unterscheidet sie sich sehr von den Goldies, die wir mitgebracht haben) und die Flöhe haben wir schon mit Frontline bekämpft ...
28.11.2003
Ja, kleine Fortschritte gibt es tatsächlich. Aber erst mal der Reihe nach ....
Gestern haben wir die kleine Maus doch noch gebadet ... sie hat das Wasser zuerst stocksteif über sich ergehen lassen, entspannte sich aber dann sichtlich unter dem warmen Wasser und der Massage ... das war ein schöner Augenblick. Sobald ich sie abgetrocknet hatte, trug ich sie ins Wohnzimmer an die Heizung und sie stellte sich das erste Mal in unserer Gegenwart hin und ging ein paar Schritte zu dem Fellteppich ... toll! Zwar blieb sie nicht lange entspannt, aber sie ist sehr neugierig und das scheint mir ein großer Pluspunkt. Sie beobachtet uns mit aufmerksamen Blick und gestellten Ohren, liegt mittlerweile langgestreckt auf ihrer Decke und duckt sich meist auch nicht mehr, wenn wir uns hier nähern ... einfach schön!
Fressen tut sie wie ein Scheunendrescher (und leckt artig den Napf aus, mmmhhh... da war auch Joghurt und Distelöl mit dabei ;-)... allerdings am liebsten, wenn wir das Zimmer verlassen haben. Wasser säuft sie dann auch ... aber heute "durften" wir das erste Mal dabei sein! Sie stand in unserer Gegenwart auf und ging ein paar Meter zu dem Napf (uns immer im Blickfeld), danach gings zurück auf die Decke ... das war ein toller Moment! Micha frißt sie mittlerweile auch aus der Hand, Leckerli findet sie toll und sie hat auch die ersten neugierigen Schritte auf Ben zu gemacht ...
Heute Nacht hat sie sich auch gelöst - endlich! Ich war froh darüber ... egal, es war in der Wohnung, aber draussen hat sie einfach Panik, läuft nur geduckt herum, kneift alles zusammen und huscht ganz schnell wieder in ihr sicheres Wohnzimmer. Sie soll alleine entscheiden, wann sie sich in unserer Gegenwart auf ihre Beinchen stellt und uns in den Garten folgt. So lange heißt es eben wischen ....
Gestern abend hat sie auch den Fernseher kennen gelernt. Geräusche machen ihr nicht so viel aus, die Ruhe scheint ihr viel unheimlicher zu sein (klar, hätte ich mir denken können! In der Baracke bei den vielen Hunden wars bestimmt nie ruhig). Also habe ich immer ein Radio oder den Fernseher an ... und die kleine Maus liegt entspannt auf ihrer Decke an der Heizung und schläft...
Übrigens scheint sie Micha mehr an sich ran zu lassen ... mich hat sie halt doch noch in Erinnerung mit "Anfassen, raustragen, Tierarzt" und noch mehr so "schreckliche" Erfahrungen .... aber immerhin hat sie mir gestern abend nach langer Massage an den Ohren die Hände geleckt ... mir kullerten vor Freude die Tränen ...
29.11.2003
zwei Schritte vor - einen zurück ....
so ist das Motto, nachdem Ebby im Moment lebt.
Ich mußte die Hunde gestern zwei Stunden alleine lassen und war gespannt, wie die Wohnung aussieht, wenn ich nach Hause komme. Hab mir noch mal schnell Ben für einen Spaziergang geschnappt und dann waren die Hunde alleine ... als ich zurückkam, kam mir Ben mit Wackelschwanz entgegen - ich tappte beinahe in die erste Pfütze und Ben schaute mich so von unten her an als wollte er sagen: ich war das nicht ;-)
Ich ging ins Wohnzimmer und sah zerfetzte Taschentücher, einen weiteren See und ein Häufchen und ...... Ebby auf dem Sofa! Sie schaute mich mit ziemlich gemischten Gefühlen an und ich mußte lachen ;-) Endlich hat sie sich mal von ihrem Platz erhoben! Also schnell Ordnung gemacht (Ebby schaute interessiert zu, Ben war eher ziemlich angewidert) und dann setzte ich mich langsam zu der Maus aufs Sofa .... lange Kraulen war angesagt und wißt ihr was? Irgendwann legte sie sich in meine Hand auf die Seite und genoß .... meine Güte was das schön! Sogar Leckerlis hat sie sich von meinem Schoß runtergenommen ;-)
Heute morgen ein total anderes Bild: Ebby sieht uns, duckt sich wieder und reagiert auf Streicheln abweisend .... Futter hat sie erst nach längerem Zögern genommen ... also fast wieder so wie vorgestern: ein ängstlicher Hund .... lassen wir ihr also heute wieder ihre Ruhe und die Möglichkeit, alles zu verarbeiten, uns zuzuschauen, das Gesehene mit dem Köpfchen zu verstehen und dann wieder langsam auf uns zuzukommen. Eben nach dem Motto:
zwei Schritte vorwärts - (drei? oder) einen zurück ....
01.12.2003
Frauchen war für ein paar Stunden außer Haus und Herrchen saß im Arbeitszimmer, also sturmfreie Bude für die Hundedame. Und das hat sie ausgenutzt ;-) Erst ab aufs Sofa, dann dort einen Haufen und eine Megapfütze hinterlassen und dann dem Ben hinterher ... Herrchen war soooo sauer (konnte sich aber gottseidank böse Worte Ebby gegenüber verkneifen, sondern explodierte nur innerlich) ... als ich wieder nach Hause kam, hat er mich dann doch ganz ungeduldig gefragt, wann die kleine Maus sich endlich mal im Garten lösen würde. Tja, leider heißt es da wirklich Geduld haben: wenn ich Ebby in den Garten trage - sie tut ja keinen Schritt in unserer Gegenwart - dann bleibt sie auch eine Stunde an dem Fleck liegen, wo ich sie abgelegt habe ... wir haben das getestet. Selbst Ben kann sie dann nicht zum Aufstehen bewegen ... also können wir leider Herrchen den Wunsch noch nicht erfüllen.
Aber sonst sind wirklich weitere kleine Fortschritte zu verzeichnen: Ebby nimmt das Futter und Leckerli immer sicherer aus der Hand, besonders wenn ich mit getrocknetem Pansen komme, dann wird sie hibbelig und hat mir gestern Abend sogar einen vom Schoß geholt! Auch geht sie jetzt Ben schon in andere Zimmer nach. Allerdings, sobald sie uns Menschen sieht, verschwindet sie wieder in geduckter Haltung auf ihre Decke ... das ist ihr dann doch noch nicht geheuer ... Auf Pfeifen reagiert sie sehr interessiert (sie sieht mit gestellten Ohren noch viel schöner aus ;-) - überhaupt ist sie sehr neugierig und das ist ihr großer Pluspunkt: bald wird die Neugier über die Angst siegen und wir können weitere Schritte wagen.
Gerade höre ich es wieder im Wohnzimmer tapsen .... und - ach wenn ihr das sehen könntet: Ben kommt zu mir ins Arbeitszimmer und Ebby steht auf dem Gang und schaut unsicher um die Ecke .... neee, weiter trau ich mich nicht! Und husch ... weg ist sie wieder .... jaja, halt immer noch: (Angst-)Häschen in der Grube
02.12.2003
... wißt ihr was? Ebby ist seit Freitag heiß ;-) Sie tröpfelt so vor sich hin und am ersten Abend war Ben total durch den Wind (der hat die Kastration ja noch vor sich, war eigentlich für Anfang Dezember geplant). Im Moment haben wir das im Griff ... aber ich bin gespannt auf die nächsten Tage. Ich bin froh, daß Ben sein Hundesofa in einem anderen Zimmer hat, so kann Ebby im Wohnzimmer bleiben ;-)
Übrigens, ich war gerade unterwegs, Ben`s und Ebby`s Lieblingsspeise (getrockneter Pansen und viiiiiele Hundekekse) zu besorgen. Als ich nach Hause kam und das Wohnzimmer aufmachte, wackelte nicht nur Bens Hintern, nein: Ebby hat das erste Mal zaghaft mit ihrem Schwänzchen gewedelt (bislang war sie wirklich bis zur Schwanzspitze verkrampft)! Ich konnte es kaum glauben, sie hat sich tatsächlich gefreut, mich zu sehen! Schön ist das!! Oder hat sie doch "nur" die Kekse und den Pansen gerochen??
Wo ich gerade hier am Rechner sitze, liegt Ben (wie immer) hinter mir. Und die kleine Ebby wandert dauernd rein und raus .... so gerne würde sie sich zu uns legen, aber das Tastaturgeklapper irritiert sie noch. Doch die Neugier siegt, und so lange ich mich nicht umschaue, kommt sie immer wieder ;-)). Also im Moment macht sie wieder 2 Schritte nach vor! Prima! |
03.12.2003
Eine Woche ist die kleine Maus jetzt da und so mancher wird sich denken: na, soooo viele Fortschritte hat sie aber bislang nicht gemacht.
Mmhhhh, Ebby macht viele viele Minischritte .... so auch heute wieder: sie hört Tütenrascheln in der Küche, springt von ihrem Plätzchen auf (1. Fortschritt), läuft bis zu Tür (nächster Fortschritt ;-)) .... und macht schnurstracks wieder kehrt, als sie mich sieht .... ich bin dann aber zu ihr mit der Tüte hin (denn sie ist ja ne Schlaue, Tütenrascheln heißt Kekse auspacken!) und hab mich ca. 2 m neben sie gesetzt. Ben stand sabbernd auf der anderen Seite (*lach* für ihn der Himmel auf Erden, soooo viele Kekse hat er noch nie bekommen!). Und nun kommt ein Megaschritt für Ebby: sie ist solche Lust auf die leckeren Kekse, daß sie nach mehrmaligem Zögern aufsteht und sie mir aus der Hand nimmt ... das letzte sogar fast vom Schoß! Das war sooooo toll! Ich hab sie dann mit einer Massage verwöhnt ... die läßt sie sich mittlerweile wesentlich entspannter gefallen ... na, ein wenig kommen uns da auch die Hitze und die kommenden Stehtage entgegen
Aber in Bezug auf Garten sind wir keinen Schritt weiter. Sobald ich die Tür öffne, verkriecht sie sich und wenn ich sie raustrage, bleibt sie stocksteif draussen liegen ... sie hat eben gerade mal zur Wohnung Vertrauen bekommen, da scheint der Garten noch zu viel zu sein ... also an Spaziergang noch lange nicht zu denken und es heißt noch lange Häufchen und Pfützen wegmachen ..... nun ja
07.12.2003
Ebby macht im Moment keine Fortschritte. Sie liegt nur auf ihrer Decke, die ihr wohl Sicherheit gibt. Sobald Menschen in ihre Nähe kommen, duckt sie sich - Ausnahme bin ich, denn mir frißt sie mittlerweile Futter aus der Hand - aber auch hier schwankt sie immer wieder "soll ich oder nicht?". Sobald ich sie in den Garten hinaustrage, macht sie sich wieder stocksteif und bleibt zitternd im Garten sitzen bzw. sackt - wie gehabt - in sich zusammen ... immerhin nimmt sie jetzt schon draussen ein Leckerli aus meiner Hand - aber kein Zureden, Locken oder Bens Anwesenheit können sie dazu bringen, sich mal zu erheben und den Garten zu erkunden. Echt schlimm ist das! Der Anblick rührt immer noch zu Tränen ...
Futter aus der Schüssel frisst sie leider nur noch, wenn niemand im Raum ist - und wenn es sein muß, kann sie darauf sehr lange und mit viel Ausdauer warten (Rückschritt) .... genauso ist es mit ihren Geschäften. Sie nutzt ein paar Minuten Alleinsein im Zimmer aus, um eine Pfütze zu setzen .... und nachts - wenn alle aus dem Wohnzimmer raus sind, dreht sie völlig auf: sie tobt durch das Zimmer (man hört es rumpeln), macht ihr Geschäft und heute hat sie sich all ihr Spielzeug und alle Sofakissen auf ihre Decke geholt ... sobald sich aber jemand von uns blicken läßt, verkriecht sie sich wieder ... kein Locken hilft dann.
Ich habe irgendwie das Gefühl, daß sie sich an diesen "Tagesablauf" gewöhnt hat und echt die Nacht zum Tag macht, daher habe ich mir überlegt, sie - wenn wir nicht im Wohnzimmer sind - in einen Kennel zu sperren. So lernt sie, daß sie auf uns angewiesen ist, wenn sie ihr Geschäft machen muß und toben möchte. Außerdem gibts ja dann die Streicheleinheiten ... aber andererseits habe ich Angst, daß der Kennel ihre Angst wieder fördert - denn sie hat bestimmt keine guten Erinnerungen an das Eingesperrtsein ... hach, was mach ich nur?!?
Andererseits hat sie sich quasi so sehr mit der Situation arrangiert, daß sie nur aufsteht, wenn niemand da ist. Manchmal denke ich, ein "Schubs" in die richtige Richtung müßte sein .... einfach um die Blockade zu lösen. Ich hab echt das Gefühl, sie nimmt die momentane Situation einfach hin, ohne sich weiterentwickeln zu wollen ... mmmhhh, versteht ihr, was ich meine? Ich glaube, wenn ich sie noch 2 Wochen auf der Decke liegen lasse ... und sie sich ihre Freiheit nimmt, wenn wir nicht da sind, dann kommen wir auch in 2 Wochen keinen Schritt weiter. Eigentlich bin ich kein Freund von Kennel und "Druck erzeugen", aber muß man manche Hunde zu ihrem Glück zwingen? Oh je, das klingt hart - aber ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll ... Ich sag´s mal mit einem Beispiel: Ich stelle Ebby neben mir, denn sie bleibt ja immer nur auf ihren 4 Buchstaben liegen. Erst ist sie verkrampft ... und durch meine Streicheleinheiten, die sie sehr mag, und Leckerli bleibt sie irgendwann brav neben mir stehen (das würde sie NIE machen, wenn sie sich alleine dafür entscheiden müßte). Dies meine ich .... ihr einfach zeigen, daß man auch noch mehr aus der Situation machen kann als nur rumliegen ... Manchmal denke ich mir auch, ein Hund, der sie zum Spielen auffordert, wäre hilfreich. Aber da ist Ben der falsche - der läßt Ebby fast links liegen und spielen war eh noch nie sein Ding.
Ich bin ehrlich, ich bin im Moment recht mutlos ... oder sagen wir mal eher hilflos. Ich werde morgen Ebby zu meiner TA bringen, denn einerseits hilft das Relaxan bei ihr nicht (und ich werde mal N.`s Tip beherzigen und nach VivoSed fragen), außerdem habe ich an Ebbys Seite eine mandarinengroße Beule entdeckt und sie hat viele 5cm große dunkle Flecken am ganzen Körper. Da diese nicht weggehen, soll man die TA danach schauen. Die Beule sieht irgendwie flachgedrückt aus, ich hoffe, das sind nicht die Überreste eines Bauchtrittes ... auf jeden Fall würde das alles auf Mißhandlungen hinweisen und das ist für mich die einzige Erklärung, warum Ebby so - und immer noch so sehr - ängstlich ist. Schade, daß sie nicht reden kann ....
07,12,2003
(Antwort auf eine Anregung einer Leserin:)
Ebby war die ganze Zeit im Zwinger alleine und hat sich nur mit sich selbst beschäftigt - sie sollte jetzt lernen, was Leben ist. Bei uns ist es sehr ruhig ... keine Kinder, die drängen, schreien o.ä., wir laufen nicht ständig zu ihr hin und bedrängen sie, sie hat sich selbst den Platz an der Heizung ausgesucht - und glaube mir, gerade DEN genießt sie sehr! Sie sitzt auch manchmal interessiert auf der Decke und schaut, was in dem anderen Zimmer passiert - genau dieses Interesse kann ich nur fördern, indem ich sie NICHT WIEDER einsperre ...
Wenn wir ruhig auf dem Sofa sitzen und mit ihr sprechen, bleibt sie zwar auf der Decke liegen, schaut aber hoch und spitzt auch schon mal die Ohren. Jedoch hat sie Angst vor unseren Bewegungen .... wohl eben wegen schlechten Erfahrungen.
Meine Massagen (TTouch) kann sie mittlerweile genießen - sie ist dabei sogar schon eingeschlafen .... also kann es nicht so sehr Horror sein ... meist haben wir abends diese AHA-Effekte, gerade weil sie eben den ganzen Tag den gewissen Kontakt zu uns hatte ... und die Nacht über wieder alleine in ihre "alten" Gewohnheiten zurückfällt und morgens wieder wie ein aufgeschrecktes Huhn ist.
Futter nimmt sie auch aus meiner Hand, so liebt sie auch die Leckerlis. Nur aus dem Napf frißt sie nur, wenn sie alleine ist bzw. sich niemand im Raum bewegt. Immerhin reagiert sie aber - durch ihre dauernde Anwesenheit in unseren Räumen - nicht mehr panisch, wenn jemand redet, hustet, lacht oder telefoniert .... dies wäre nicht so, wenn sie abgetrennt von uns wäre, oder?
Ich stimme mit dir überein: nicht überfordern. Das haben wir vom ersten Tag an nicht getan - gerade deshalb habe ich sie nicht andauernd in den Garten getragen, sondern sie machen lassen, wo sie will (unser Sofa kann bald auf den Müll ...). Aber ich habe einfach durch kleine Erlebnisse - siehe meinen Bericht mit dem neben mir stehen - gesehen, daß Ebby manchmal einen Schubs braucht. Ich habe das bereits bei Kindern und auch bei jungen Pferden erlebt .... ein sanftes "Auf die Sache bringen" wirkt manchmal Wunder - natürlich ist da Einfühlsamkeit gefragt ... daher bestimmt nicht für jedermann die richtige Methode.
Gerade hat sie mein Handy vom Tisch geklaut ... ich hab´s ihr lachend wieder abgenommen als ich ins Zimmer kam. Erst hat sie sich geduckt - und als ich dann das Handy in ein anderes Zimmer gelegt hatte und wieder zu ihr kam, nahm sie meine Streicheleinheiten ohne Ducken .... sie mag es.
Schlußendlich hat sie bislang mehr Schritte voran gemacht als zurück - das hab ich vielleicht falsch rübergebracht. Sie ist kein Vergleich mehr mit der Hündin, die wir vor 1 1/2 Wochen mitgebracht haben .... Und alle Zeit der Welt hat sie bei uns ;-)
08.12.2003
Ebby hat heute morgen ihre allererste Pfütze draussen im Garten gemacht!!
Juhu! Ich habe heute nacht bei ihr im Wohnzimmer geschlafen und sie hat keinerlei Toberei veranstaltet, sondern die ganze Nacht tief und fest geschlafen. Heute morgen hat sie mich auch nicht so ängstlich angesehen wie die letzten Morgen, wohl hat die Nähe wirklich etwas gebracht. Dann habe ich ihr das Geschirr angezogen und bin in den Garten mit ihr. Hier schon das erste Erstaunen: plötzlich kann sie ja doch laufen ;-)) ... als wäre durch das nächtliche Beisammensein ein Schalter umgelegt worden, kam sie neben mir mit. Zwar ängstlich und geduckt - aber sie kam! Nach ein paar Minuten hat sie dann sogar besagte Pfütze gemacht und fand das Loben mit Leckerli prima ;-).
Ich bin total begeistert - dieses war ein Schritt mit Siebenmeilenstiefel für die kleine Maus. Wir gingen dann gemeinsam wieder rein und sie nahm ihr Futter, während ich auf dem Sofa saß ;-). Jetzt höre ich sie gerade wieder im Wohnzimmer rumlaufen - wahrscheinlich sucht sie wieder Kissen für ihr Plätzchen ... stimmt, meine anderen läufigen Hündinnen haben sich ihren Platz auch immer ausgepolstert und alles rumgetragen, was sie gefunden haben .... ihr glaubt gar nicht, wie froh ich bin. Mal gespannt, ob´s anhält! Auf jeden Fall denke ich, daß uns jetzt die Stehtage entgegen kommen und ich somit das Relaxan absetzen werde. Na, kleine Ebby - jetzt hats wohl klick gemacht
09.12.2003
Gerade kommen wir vom TA. Ebby ist zwar vor Angst fast "zerflossen", hat sich aber sehr ruhig untersuchen lassen. Leider haben sich meine Befürchtungen bestätigt: Ebby hat zwei Beulen am Körper, die durch Mißhandlungen (Tritte o.ä.) verursacht wurden und mehrere blaue Flecke (Blutergüsse), die aber schon teilweise abgeheilt sind oder am abheilen sind. Dies erklärt schon mal das große Trauma meiner Maus. Sonst hat sie zu kleine Zähne, viel Zahnstein, doch etwas entzündete Ohren (Gottseidank hab ich noch Orisel). Lunge und Herz sind aber ok und auch sonst keinerlei Krankheiten zu erkennen. Ebby ist eigentlich eine gesunde 2-jährige Schönheit ;-))
Kaum waren wir wieder zu Hause, sind wir von Ben überschwenglich begrüßt worden - ach neee, Ben hat seine Gefährtin doch vermisst ;-)) ... und dann gings ab in den Garten.
Ist so toll, mittlerweile macht Ebby alle Geschäfte (meist ohne langes Warten) im Garten ... sie kommuniziert richtig mit mir, in dem sie meine Hand schleckt, auf mein Ansprechen hin wedelt und immer Körperkontakt sucht ... tatsächlich habe ich heute einen völlig anderen Hund als noch vor 2 Tagen ... unglaublich! Trotz Stress bei der TA war sie dann in unserem Garten gut gelaunt und hat den Arbeitern auf dem Dach zugeschaut ;-). Aber jetzt ist sie froh, daß sie wieder auf ihrem Kissen liegt und wird bestimmt gleich eine Runde schlafen.
14.12.2003
Ebby blüht immer mehr bei uns auf .... zwar in ihren üblichen Minischritten, aber sie kommt ;-)
Heute hat sie sich Ben gegenüber wie eine kleine Schlawinerin benommen: seit ein paar Tagen haben beide Hunde große Kauknochen, die immer mehr auseinander genommen werden. Ben nutzt sie als Maulsperre, um seine innere emotionale Spannung abzubauen und Ebby tobt damit rum und läßt ihre Energie damit raus. Sie stiebizen sich die Knochen immer gegenseitig, wenn der andere gerade mal zum Wasser geht und daher den Knochen fallen lassen muß - schwups, ist der andere da und klaut. Ben hat sich dann beide genommen und sich mitten ins Wohnzimmer gelegt.
Ebby war zuerst sehr verlegen, weil ich ja noch da war und sie eigentlich in unserer Gegenwart nur seeeeeehr ungern von ihrer Decke geht, aber die Lust auf den Knochen war stärker.... Sie schlich sich an Ben heran und mümmelte mit ihrer Nase gaaaaanz zart durch Bens Fell, so nach dem Motto: Oooooch Ben, sei doch ein lieber Mann und gibt mir was hab .... Sie schaute ihn dann mit großen Augen an und Ben wurde wieder ganz wuschig ... der arme Kerl. Aber er blieb standhaft - und Ebby mußte sich wieder auf ihre Decke trollen ... aber sie gab nicht auf. Sobald Ben sich erhob und mal nach Herrchen schaute und nur einen der beiden Knochen mitnahm, sauste Ebby zu dem Knochen und sicherte ihn sich .... ein Bild für die Götter!
Mittlerweile freut sie sich auch sehr, wenn´s raus in den Garten geht. Sie tobt wie ein junges Fohlen an der Longe um mich rum und wedelt wie dolle mit dem Schwanz. Sobald sich allerdings jemand anderes im Garten blicken läßt, schwups, liegt sie wieder ....
Stubenrein ist sie nun auch (fast, ein Häufchen lag heute vormittag noch mal auf dem Sofa ... wer mußte es finden? Mein Männe natürlich und rief mich seeeehr vorwurfsvoll, weil ich ihm doch stolz erzählt habe, Ebby sei stubenrein! *grummel* ). Sie war heute Nacht auch das erste Mal - nach einer Woche - wieder alleine und hat zwar zwei Stunden lang getobt (bzw. mit dem Kauknochen und ihrer Decke gekämpft: sie versteckt den Knochen unter ihrer Decke und wühlt alles dann mit Krach und Temperament durcheinander, bis ihr der Knochen wieder vor die Füsse fällt ;-)), dann aber friedlich geschlafen bis heute morgen um 7.00 Uhr - kein Malheur in der Wohnung - toll!
Die nächsten Tage werden wir mittags mal beiden Hunde mit ins Feld nehmen ... Ebby sollte sich so langsam an andere Menschen, Hunde und neue Umgebung gewöhnen ... denn an Weihnachten ist ein Urlaub im Schwarzwald angesagt und da musse mit ;-) .... na, schaun wir mal!
15.12.2003
Ich bin´s - Ebby! Ihr werdet es kaum glauben: ich hab mich endlich getraut, mal aus dem Wohnzimmer rauszugehen und die Wohnung zu inspizieren! Und das kam so:
Ich war so alleine im Wohnzimmer und hörte Frauchen mit Ben reden .... außerdem hörte ich eine Tüte knistern .... die wird doch nicht?!?! DOCH! Ben bekam Kekse und ICH NICHT! Das darf natürlich nicht sein und so schlich ich mich erst mal in die Küche - denn da trug Frauchen die Tüte und die gelbe Schüssel immer hin ... aber da war niemand! Also weiter im Schleichgang durch den Flur und ..... ich lugte um die Ecke: Tatsächlich! Frauchen war mit Ben im Arbeitszimmer! Ben lag gemütlich auf einem kuscheligen Schafwollteppich und Frauchen knisterte mit der Tüte ... ich drehte mich noch mal um ... war mir nicht geheuer ... aber ich hatte doch sooooo Lust auf meine Lieblingskekse! Also wieder im Schleichgang ins Arbeitszimmer und ... hey, da flog auch schon der erste Keks zu mir .... mmmmmh, war der lecker! Mehr davon! Aber es flog keiner mehr ....also schlich ich mich langsam zu Ben hin ..... um Ben herum .... zu Frauchen hin: jaaaaa, die hielt einen leckeren und sooo großen Keks in der Hand: nur für mich! Zaghaft nahm ich ihn und sauste wieder aus dem Zimmer .... aber da war doch die Schüssel auf dem Schreibtisch! Ben bekam noch was? Moment!!!! Also schlich ich mich wieder hinein und .... mmmhhhh, ich blieb da, denn ich gönnte Ben keinen Keks und wollte sie alle! Frauchen fing an zu lachen .... Ja, Ebby - deine Gier nach Keksen wird dir noch mal zum Verhängnis! Ach Frauchen, wenn die halt soooo lecker sind?!? Mittlerweile nahm ich sie ihr sogar vom Schoß, während sie vor dem Rechner saß ... und Frauchen freute sich ganz dolle ... plötzlich hat´s so ein komisches Geräusch gemacht: So, Ebby - nun biste geknipst. Ich stelle jetzt zu deinem Bericht ein Bildchen von dir rein, damit auch alle im Forum sehen, was für ein mutiges Mäuschen du geworden bist!
Na also! Darauf noch einen Keks! Und nun leg ich mich neben Ben auf den runden Kuschelteppich und schau Frauchen noch ein wenig bei der Arbeit zu .... bestimmt regnet es dann bald wieder Kekse
Tschüüüüüüssssiiiii - Eure Ebby
18.12.2003
Ebby vor 3 Wochen ist mit Ebby heute nicht mehr zu vergleichen!
Wir sind vorgestern das erste Mal außerhalb des Gartens mit ihr spazieren gewesen. Also ab ins Auto (sie hat panische Angst vor dem Auto, auch Bens Anwesenheit konnte sie nicht beruhigen), lange schmuseln und dann gehts los .... wir fahren das Stück ins Feld, damit Ebby nicht das (kurze) Stück Straße laufen muß - sind doch viele Autos und andere "schreckliche" Dinge. Schwups aus dem Auto raus und schon geht die Nase nach unten. Ich knüpfe 2 Leinen zusammen und los gehts! Ben freut sich riesig, endlich wieder einen schönen Spaziergang machen zu dürfen und Ebby ist bei ihrem ersten öffentlichen Ausgang ziemlich aufgeregt. Sie zieht viele Kreise um uns, wir müssen aufpassen, daß sie uns nicht einwickelt .... aber es schien ihr Spaß zu machen.
Gestern das gleiche Spiel wieder ... rein ins Auto (sie zittert wie Espenlaub) und dann raus ins Feld. Sie war schon viel sicherer und schnuffelte auf dem Boden ... rannte nicht nur durch die Gegend. Zuhause war sie platt - eine Stunde Schlaf mußte aber genügen und dann war die Decke dran: wieder ein paar Löcher mehr drinne ;-)
Aber heute: Sie sieht das Auto, neee, da mag ich nicht rein.... oder doch? Läßt sich reintragen, legt sich neben Ben und ab gehts ;-). Im Feld war sie schneller als ich und schlüpfte mir mit Leine aus dem Kofferraum, bevor ich sie zu fassen bekam. Mir rutschte das Herz in die Hose .... aber Ebby machte nur einen großen Bogen und kam wieder zu mir und ließ sich ganz lieb nehmen ;-)) .... Ben düste dann wieder voraus und Ebby wollte unbedingt hinterher .... nach der ersten halben Runde war mir das Stop and Go zu bunt ... mir taten so langsam die Arme weh, denn wenn Ebby anzieht, gibts einen mächtigen Ruck, also machte ich sie los ..... und was soll ich euch sagen? Sie freute sich riesig, peste los dem Ben hinterher und ich pfiff und rief sie zurück: sie macht auf der Stelle kehrt und kam in einem Affenzahn wieder zu mir !!! Ich war überglücklich und Ebby auch. Sie sprang um mich rum, an mir hoch und verschlang ihr Leckerli. Dann wieder Ben hinterher.... und auf den nächsten Pfiff war sie wieder da ... unglaublich! Ebby hat heute besser gehört als mein alter Macho Ben ;-)) .... sie ist so voller Lebensfreude, Wildheit und hat ein irres Tempo drauf, wenn sie so über die Weiden und Felder düst .... wer hätte gedacht, daß sie sich in diesen 3 Wochen zu einem solchen Hund entwickelt?!?! Rute hoch, Ohren gespitzt, wache Augen und ein Grinsen übers ganze Gesicht! Happiness pur

Wir machten dann zwei Runden und man merkte, nach einer 3/4 Stunde bekam Ebby Wackelbeine .... also wieder Hunde einpacken und mit zwei glücklichen Labbis und zwei glücklichen Menschen ab nach Hause ;-) .... Zuhause angekommen stürmte sie sofort in die Wohnung und auf ihre geliebte Decke - und fiel in einen festen Schlaf. Zwischendurch wedelte sie, wenn sie mich im Zimmer sah ... und war richtig ausgeglichen. Auch der Heizungsableser, der nur 1 m neben ihr den Heizungsstand abgelesen hat, nahm sie freundlich, aber nicht mehr sonderlich ängstlich wahr .... einfach irre!
Nach dem heutigen Tag glaube ich, unser Weihnachtsurlaub bei meinen Eltern wird ihr nicht mehr sonderlich zusetzen .... sie macht im Moment jeden Tag so große Fortschritte und kann neue Erfahrungen wunderbar verarbeiten .... wer hätte das vor 3 Wochen gedacht?
Ach, mir fällt noch was über Ebby ein: gestern abend kam sie einfach so zum schmusen zu mir ... ich lag mit Ben mitten im Wohnzimmer und kraulte ihn .... da kam Ebby zu mir und forderte ihren Teil ;-) .... sie schmiegte sich an mich, gab mir Küsschen und ich mußte mir echt das Weinen vor Glück verkneifen .... sie ist so ein lieber Schatz!
Beide Hunde verstehen sich auch prima und ergänzen sich ganz toll ... wirklich ein prima Paar .... schön, daß es beide gibt! Ben zeigt Ebby viel über das Leben und was man darf und was nicht und Ebby holt Ben ein wenig aus seiner Faulheit und seinem Leben als Eigenbrödler ....
20.12.2003
Ich bins, die Ebby! Mensch, ich hab euch wieder einiges zu erzählen:
Herrchen und Frauchen packen uns jeden Mittag ins Auto, um mit uns spazieren zu gehen. Ich fand es zwar toll, wenn ich mein neues (rotes) Geschirr anbekam, aber das ans Auto laufen war schrecklich. Lauter fahrende Dinger auf der Straße oder Menschen, die mich so komisch anschauten .... und dann ging auch noch der Deckel bei so einem Ding auf und Ben sprang hinein .... neeee, das mochte ich nicht! Aber heute nahm ich mir ein Herz, stellte mich erst mal auf die Hinterbeine .... und schwups, beim zweiten Anlauf sprang ich zu Ben in den Kofferraum! Da hättet ihr mal Frauchen sehen sollen .... die kam aus dem Loben nicht mehr raus und ich saß mit stolz geschwellter Brust im Kofferraum.... aber ich weiß doch, es geht nun auf den tollen Spaziergang und das Hochheben fand ich nicht so toll, das drückte so im Bauch, also mußte ich doch hüpfen!
Wir fuhren dann ein paar Meter ins Feld und als der Kofferraum aufging, sprangen Ben und ich voller Vorfreude hinaus - Juhu, ich hatte keine Leine an und peste gleich los .... aber mußte dann immer wieder eine Schleife zurück zu Herrchen und Frauchen machen, denn die waren nicht so schnell wie Ben und ich ... dafür hatten die aber immer sooo leckere Kekse in der Tasche. Ich mach mir übrigens einen Spaß draus, vor Frauchen nicht abzubremsen, sondern sie voll anzurennen und an ihr hochzuspringen ;-)) ... sie nennt mich schon kleines Bumber-Doggy .... aber warum bremsen, wenns auch so geht? Wenn Ben zum Beispiel in meine Bremsspur kommt, dann hüpf ich einfach über ihn drüber - das erste Mal hat er ziemlich vedutzt aus der Wäsche geschaut
Auf jeden Fall ist Spazierengehen ganz toll und ich genieße meine Freiheit ohne Leine. Zwar muß mich Frauchen immer noch zurückrufen, wenn andere Leute kommen, dann da will ich hinterher (wenn sie noch weit weg sind) und verkriech mich dann (wenn sie näher kommen), aber sonst hör ich schon ganz toll - na klar, bei den Keksen ;-) .... die sind echt meine Lust und Leidenschaft!
Nach dem Spaziergang (natürlich bin ich heute wieder in den Kofferraum gesprungen!) fahren Herrchen und Frauchen dann noch ein wenig durch die Gegend, damit ich mich ans Autofahren gewöhne und Ben und ich uns sortiert bekommen ..... heute fand ich das Autofahren auch gar nicht mehr so schlimm und hab mich neben Ben gelegt oder ab und zu mal aus den Scheiben geschaut ....uiiiii, das saust so schnell alles an uns vorbei.
Ach ja: in den Garten darf ich mittlerweile auch ohne Leine. Frauchen hatte da bislang immer ein wenig Muffesausen, weil der Garten noch offen ist (kein Tor zur Straße und viele Schlupflöcher durch die Hecke), aber ich bleib ja jetzt da und außerdem kenn ich den Rettungsweg ins Wohnzimmer, wenn ich mal wieder dolle Angst bekomme. Denn andere Menschen sind mir immer noch zuviel .... da will ich am liebsten weglaufen, aber Frauchen und Herrchen haben für morgen Besuch eingeladen - oha! Mal sehen, ich überlegs mir noch, ob ich mich da dann von meiner besten Seite zeigen werde ;-)
07.01.2004
Hier bin ich wieder, die Ebby!
Ich hab euch ja soooo viel zu erzählen: wir, d.h. Ebby, Ben, Herrchen + Frauchen, waren im Hochschwarzwald zum Schneetoben! Mensch, war das toll! Aber erst mal der Reihe nach:
Angefangen hat alles mit einer seeeehr langen Autofahrt. Ich dachte schon, wir kommen nie an! Ben beruhigte mich zwar ein wenig und meinte, daß lange Autofahrten gar nicht schlimm seien, aber ich kam aus dem Schauen nicht mehr raus. Viele Autos, LKWs und so manches lachendes Kind winkte mir zu .... aber irgendwann wurde es doch langweilig und ich legte mich zu Ben, kuscheln. Nach 6 Stunden wurde der Kofferraum geöffnet und mir rutschte erst mal das Herz in die Hose: die Gegend kenn ich nicht! Die Leute kenn ich nicht! Und was ist das Weiße da auf dem Boden?? Aber da war Frauchen und nahm mich an die Leine .... geduckt drückte ich mich an sie. Gut, daß sie da ist. Ben hüpfte direkt auf die Menschen zu und entdeckte auch gleich die beiden anderen Hunde .... und wech war er - im Garten. Er tobte herum, schlitterte über den Schnee und raufte mit den beiden Hunden (Goldie, 10 Jahre + Schäferhund, 2 Jahre). Da wollte ich dann doch auch hin! Aber Frauchen ließ mich leider nicht von der Leine, sondern trabte immer hinter mir her - wie lästig! Dann gings ins Haus .... Treppen rauf (die kannte ich bislang noch nicht) und da waren unsere Lieblingsdecken - schön!
PS: Ebby benahm sich toll! Zwar war sie von meiner Familie erst mal eingeschüchtert und duckte sich. Sobald ich aber mit ihr durch den Garten ging, wuchs sie wieder und lief interessiert den anderen Hunden hinterher. Auch Treppen machten ihr nichts aus. Im Laufe der Zeit wurde ihre Angst meiner Familie gegenüber auch immer weniger. Erst blieb sie hinter meinem Sessel liegen, nach 1 Woche ging sie schon mal dem Goldie durch die Wohnung und zwischen den Menschen hinterher - super Erfolg! Jedoch eine falsche Bewegung und Ebby flüchtete wieder hinter mich. Sie ist ansprechbar trotz Angst und sehr neugierig, das erleichtert mir vieles. Nun laß ich aber Ebby weiterschreiben.....
Ja, der Schnee war toll! Am nächsten Tag durfte ich freilaufen und tobte vor allem mit meinem Onkel Jamie (dem alten Goldierüden) im Schnee herum. Der hatte so tolles Spielzeug! Der Schäferhund war mir anfangs ziemlich unheimlich, weil der Felix sooooo groß ist, aber nach ein paar Tagen gab ich ihm frech Kontra, wenn der Kerl es wagte, mir den Beißring wegzunehmen! Frauchen war immer in meiner Nähe und wir hatten viel Spaß miteinander. Sie hatte die leckeren Kekse dabei und zeigte ich mich von meiner besten Seite: Hörte auf Rufen, ging brav an der Leine und durfte sogar manchmal auf den Spaziergängen im Wald frei rumlaufen .... das war soooo toll!
Ach ja, Silvester war auch noch, sagte Frauchen. Stimmt, tagsüber hats manchmal geknallt und ich huschte schnell hinter Frauchen. Aber nachts haben wir Hunde davon nichts mitbekommen und konnten tief und fest schlafen.....
Tja, auch der schönste Urlaub hatte mal ein Ende und ab gings nach Hause. Husch, schnell in den Kofferraum (das macht Spaß: ich renne mit Ben um die Wette, wer als erster im Kofferraum ist und ich gewinne IMMER! ). Diesmal fand ich die lange Fahrt auch erholsam .... und zeigte mich erst wieder, als wir so langsam daheim waren. Schön wars!
PS: Ebby hat sich wirklich toll gemacht. In unserer Wohnung bewegt sie sich sicher und ist aufmerksam (auch Besuchern gegenüber, sie meldet im Gegensatz zu Ben). Sie wird immer frecher (knurrt und bellt schon mal andere an, läßt sich aber problemlos zurecht weisen) und lechzt so langsam nach Aufgaben. Wir üben nun die Grundkommandos und Ebby macht es sichtlich Spaß. Wenn wir alleine sind, klappt das alles auch schon recht gut. Leider beschränkt sich ihre Sicherheit aber nur auf Micha und mich. Sobald andere Personen dazu kommen, verkriecht sie sich wieder. Sie läßt sich zwar mittlerweile anfassen, ist aber sehr auf mich fixiert und versteckt sich hinter mir. Da sie aber einen klaren Kopf hat und bei aller Angst ansprechbar ist, außerdem über sehr viel Neugier verfügt, merke ich, daß der Urlaub - die Konfrontation mit anderen Leuten - ihr gut getan haben. Sie hat einen mächtigen Entwicklungssprung nach vorne gemacht. Ich werde Ebby nun ab und zu mitnehmen, wenn ich unterwegs bin und glaube, je öfter sie mit anderen Menschen in Kontakt kommt, desto sicherer wird sie im Umgang mit diesen werden. Prima Gefühl! Wenn ich daran denke, wie klein und ängstlich die Maus vor 2 Monaten noch war .....
22.01.2004
Heute war Ebby das erste Mal alleine mit mir unterwegs. Wir trafen uns mit Elke und ihrem Goldierüden Paul, um eine VK zu machen. Ebby war auf der Fahrt dorthin (ca. 1 h) ziemlich unruhig - ihr fehlte Ben als ruhiger Pol sehr. Sie schaute nur dauernd aus dem Fenster und legte sich nicht hin. Als ich den Kofferraum öffnete, drängte sie sich mir erst mal entgegen und zitterte, als sie Elke und Paul entdeckte. Damit sie ein wenig Ruhe fand, ging ich erst mal alleine mit ihr ein paar Minuten die Straße und den Feldweg entlang und nachdem sie sich gelöst hatte und einen alten Goldierüden am Wegrand begrüßte hatte, gings Ebby schon besser. Aber anschauen durfte sie erst mal trotzdem kein Fremder, da kroch sie sofort wieder Richtung Auto. Da wir zur VK wollten, luden wir die Hunde ein - in getrennte Autos und fuhren los - Ebby sprang mit einem Satz in meinen Kofferraum .... ab ins sichere Auto.
Nach ein paar Minuten waren wir bei der Familie, die wir besuchen wollten. Ebby lief hinter Paul her und ab ins fremde Haus. Alles war soweit ok, so lange bis sie angeschaut wurde - da verkroch sie sich wieder hinter mir ..... nein, so viel Aufmerksamkeit war ihr nicht geheuer. Wir setzten uns dann an den Tisch, Ebby neben mir und Paul war hin und her gerissen: er bezirzte Ebby und schaute auch in der Küche vorbei, damit er da nichts verpaßt - oh Mann, was ein süßer Kerl!
Nach 1 1/2 Stunden verabschiedeten wir uns und Ebby ließ sich ein wenig kraulen, aber geheuer war ihr das immer noch nicht. Ab in den Kofferraum und wir fuhren zu einem wunderschönen Waldstück zum Spaziergang. Paul durfte frei laufen, Ebby an der Leine und so langsam "wuchs" sie wieder. Zwar war ihr Elke neben mir noch nicht ganz so geheuer, aber sie konzentrierte sich mehr und mehr auf meine Stimme und meine Befehle. Jaaaaa und Paul konzentrierte sich auch: auf Ebby! Der Lauser hat wohl seine Liebe entdeckt und war Ebbys Charme total verfallen ;-).
Auf einem ruhigen Waldweg ließ ich Ebby von der Leine und .... plötzlich sahen wir einen anderen Hund ;-). Ebby lief total fröhlich und verspielt den Weg entlang, spielte wild mit Stöckchen, reagierte sofort auf mein Rufen und war auf der Suche nach den Leckerlies in meiner Manteltasche - sie sah wunderschön aus! Elke war ,glaub ich, auch ziemlich baff, welch eine Wandlung Ebby innerhalb von Minuten (und seit sie aus dem Zwinger raus ist) gemacht hat - sie war ein fröhlicher und aufmerksamer Hund. Dabei wickelte sie Paul mit ihrem unwiderstehlichen Duft immer mehr um den Finger, so daß der arme Kerl an die Leine mußte - tja, wenn halt die Hormone Tango tanzen
Am Ende des Spaziergangs war Ebby so aufmerksam und wie Elke sagte "will to please", daß sie neben mir Bei Fuß ging, auf Sichtzeichen (mit und ohne Stimme) Sitz machte und es uns beiden richtig Spaß machte. Mensch, wenn ich denke, welch eine Wandlung Ebby in den letzten Wochen durchgemacht hat - irre! Von Angst war nach dem Spaziergang nur noch wenig zu spüren .... und als wir noch ein Schwätzchen bei Elke in der Wohnung hielten, war Ebby zwar noch etwas unsicher und klebte an mir, legte sich dann aber zu meinen Füßen und schlief vertrauensvoll ein ..... Auch die Rückfahrt hat sie viel lockerer hingenommen und sich zeitweise sogar hingelegt .... schön!
Zuhause angekommen wurde erst mal Ben begrüßt und er schnuffelte Ebby ausgiebig ab ..... dann gabs Abendessen und Ebby fraß mit sichtlichem Appetit. Dann ab aufs Sofa ..... so ging ein ereignisreicher und vor allem lehrreicher Tag für das kleine Sahnehäubchen zu Ende .... schön, daß es sie in meinem Leben gibt!
03.02.2004
Ebby hatte heute Besuch:
Ebby hat Ursula erst mal mit einem lauten Bellen begrüßt - die kleine Madam saß dabei wie eine Königin erst auf dem Schafwollteppich und flüchtete dann in ihre sichere Ecke auf dem Sofa ;-)) Dot blieb sie erst mal zittern liegen und schaute zu, wie Ben - ganz der alte Charmeur - sich die ersten Streicheleinheiten und Leckerlies von Ursula erschlich bzw. erschmuste ....
Die erste Kontaktaufnahme, sprich Streichelversuche waren sehr zaghaft, da Ebby immer noch zitterte und sich klein machte. Dann machten wir aber die Tür zum Garten auf und Ebby düste hinter Ben hinaus ins Freie - erst mal Abstand schaffen, dachte sie wohl. Sie war hin und her gerissen zwischen Freme begutachten und Ball hinterher laufen .... und dann stand die liebe Patentante auch noch im Fluchtweg *lach* .... aber ein Riesenkompliment an Ursula, sie ist eine sehr feinfühlige Frau, die Ebby in keinem Moment bedrängt hat und ihr natürlich dann auch den Weg zum sicheren Sofaplatz wieder frei gemacht hat .... die Belohnung kam dann auch nach einiger Zeit: Ebby lag neben mir und war sichtlich immer entspannter, Blickkontakt wich sie zuerst aus .... doch dann siegte die Neugier und vor allem die Lust auf Leckereien und sie nahm Ursula zaghaft die Leckerli aus der Hand, schnupperte die Hand ab und schaute ihre Patentante auch immer länger an .... Millimeter um Millimeter bewegte sie sich immer mehr auf Ursula zu und ich glaube, das war schon ein schönes Stück Glück, welches Ebby Ursula zurückgeben konnte, denn ihr ist es zu verdanken, daß Ebby in Freiheit leben darf.
17.02.2004
Die Zeit vergeht wie im Fluge! Schon wieder ist es eine Woche her, daß ich über Ebby berichtet habe. Ebby macht wirklich im Moment schöne Fortschritte - ich empfinde dies jedenfalls so.
Ebby ist in meiner und Michas Gegenwart wirklich fast ein normaler Hund. Sie läuft zwanglos durch die Wohnung, geht freudestrahlend und fröhlich mit uns spazieren und da ich angefangen habe, nachmittags mit ihr alleine eine Übungsrunde zu laufen, kann sie Sitz, Down, Halt, geh Platz (ins Körbchen), Such Ball und Bring Ball mit Sichtzeichen und Stimme schon so toll. Es macht ihr sichtlich Spaß zu Lernen. Manchmal ist sie ein wenig übereifrig und mit ihrem quirligen Wesen ganz sie schon mal ganz schön Hochtouren. Aber dann schalten wir eben einen Gang zurück und sie wird wieder ruhig und konzentriert sich. Nur wenn sie Hunde sieht - und sie hat Adleraugen, denn die Hunde erblickt sie schon, wenn diese noch weit weg sind - dann ist Ebby nicht mehr zu halten. Da vergißt sie brav an der Leine zu bleiben und wenn sie frei läuft, dann spurtet sie auf die Hunde zu. Sobald sie Herrchen/Frauchen der Hunde sieht, stoppt sie, umrundet diese und versucht hinterrücks an die Vierbeiner heran zu kommen. Mein Rufen verhallt dann leider ziemlich oft im Wind. Wenn ich sie an der Leine habe, verhält sie sich wie ein Wildfang (auch ich habe schon den Spruch gehört: hast du nun einen Kampfhund?). Da muß ich dann schon mal durchgreifen, was sie aber annimmt und mir nicht übel nimmt. Ablenkung durch Leckerlie o.ä. sind in dem Moment sinnlos. Aber die Situation an der Leine wird immer besser, sie ist wirklich sehr lernfähig.
Völlig anders ist Ebby, wenn Leute bei uns sind. Beim Spaziergang kläfft sie jeden an, knurrt ganz tief und stellt das Fell. Meine Erklärungsversuche, daß Ebby Angst hat, kommen selten an. Andererseits gibts ein paar wenige Hundebesitzer, die die Veränderungen bei Ebby die letzten Wochen erkennen und einfach ruhig bleiben. Da verkleinert Ebby mittlerweile den Radius um sie und läßt sich ansprechen, ohne gleich mit Knurren auszurasten. Besucht uns jemand in der Wohnung, flippt Ebby ebenfalls aus. Die kläfft und knurrt jeden an - zittert auch erst mal und verkrümelt sich auf das Sofa. Läßt man sie dann in Ruhe, beruhigt sie sich auch wieder (hört auf zu zittern). Aber beim Näherkommen droht sie sofort wieder. Ich kann das nur beenden, indem ich Ebby laut und deutlich Aus sage. Sie beobachtet dann nur noch und wagt meist keinen weiteren Bellversuch, weil sie ja merkt, Frauchen gefällt das nicht.
Einerseits ist das Bellen ein Fortschritt zum dem totalen Verkriechen, weil Ebby sich aus der Verklemmung löst. Andererseits darf sie diesbezüglich aber nicht gefördert werden (neben der Angst zeigt sich da auch ein Ansatz von dominantem Verhalten, welches ich bei ihr auch in anderen Situationen erkenne) und das ist wirklich eine Gradwanderung. Laut Schimpfen darf nur ich sie - da nimmt sie den Tadel auch ohne weiteres an. Draußen wende ich auch schon mal den Schnauzengriff an, wenn ich überhaupt sonst bei ihr nicht durchkomme. Sie läßt dies alles zu, reagiert dann darauf und kann den Tadel verarbeiten.
Somit bin ich froh, daß Ebby eine so starke Bindung zu mir hat, daß sie mein Tadeln/Strafen zwar annimmt, dadurch aber keine Rückschritte macht. Ihre Reaktionen zu Hause werden bestimmt noch lange andauern, denn wir haben leider keinen "Durchgangsverkehr" an Besuch, sondern einen sehr ruhigen Haushalt (was ja in der Anfangszeit goldrichtig war). Draußen konfrontieren wir sie aber immer mehr mit anderen Hunden und Menschen, so daß ich denke, Madam wird lernen, daß man sich nicht gegen andere durch Bellen und Knurren zur Wehr setzen muß. Sie wird nach und nach ihre Angst verlieren.
Tja, und wenn wir dann wieder alleine in der Wohnung sind und Ebby auf dem Sofa neben mir in meinen Armen kuschelt - dann ist ihre Welt wieder in Ordnung
18.02.2004
Ebby ist so glücklich!
Nachdem wir vormittags zusammen mit Ben einen langen Spaziergang machen, dann nachmittags alleine eine Übungsrunde drehen, hat Ebby abends wieder Hummeln im Hintern. Sie schnappt sich ihren mittlerweile heiß geliebten Quietscheknochen und läuft so lange jammernd durch die Wohnung, bis ich ihr die Terrassentüre zum Garten aufmache.
Dann düst sie wie eine Wilde durch den Garten, schmeißt den Quietscheknochen durch die Luft, buddelt ihn in die Erde - vorne in die Knie und den Popo ganz hoch in die Luft gereckt mit einem ganz dolle wackelnden Schwänzchen .... ein nur zu goldiges Bild!
Manchmal werfe ich ihr den Knochen und sie läuft - besser gesagt springt wie ein Böckchen - hinter íhm her .... aber am liebsten spielt sie abends alleine .... mindestens eine halbe Stunde ist sie so beschäftigt. Schaut manchmal im Wohnzimmer vorbei und bringt mir ein wenig Gras und Erde mit .... und düst dann wieder hüpfend nach draußen.
Gerade eben ist mir beim Zuschauen in den Kopf gekommen, wie sehr Ebby sich verändert hat - wie sehr sie in solchen ausgelassenen Momenten das Leben genießt und welches Glück ich habe, die kleine Sahneschnitte bei mir zu haben .....
22.02.2004
Gestern haben wir uns zu einem Spaziergang mit Luke, Sabine und Jürgen getroffen.
Ich war neugierig, wie Luke sich in seiner neuen Familie macht und war begeistert, als ich ihn sah. Erst mal war er ein wenig zurückhaltend, taute aber ganz schnell auf und fand besonders an Ebby viel Gefallen. Ich glaube fast, die beiden hatten auf der Vermehrerfarm schon das Vergnügen ..... Dann gings los in die Felder - Luke aus Lausejunge konnte sich erst mal nicht so ganz einig werden, wer nun die Führung übernimmt und Ebby zerfloß erst mal in Angst und konnte die Situation überhaupt nicht einschätzen. Nur Ben - unser cooler Macho - war selbstsicher und machte nur ein zerknittertes Gesicht, weil ihn doch soooo die Blase drückte
Dann ließen wir die Hunde los und sie tauten alle auf. Luke und Ebby tobten über die Felder - Ebby war so froh, endlich einen Spielkameraden zu haben, der mit ihr tobt und ihr Tempo mithält und Ben ging - wie immer - seine eigenen Wege .... weit weit voraus.
Es war wunderschön, unsere Hunde - gerade die beiden, von deren schrecklichen Vergangenheit wir ja wußten - so ausgelassen zu sehen. Da geht einem wirklich das Herz auf! Ebby überwandt sich sogar ein wenig und kam vorallem Jürgen immer näher und schnupperte ihm sogar die Hand und spielte mit ihm Ball - welch ein Fortschritt!
Ein paar Übungseinheiten waren angesagt ;-))) .... hatte Luke doch heute keine Hundeschule - wir verlegten diese quasi auf die Wiese und es war interessant zu sehen, wie Sabine mit Luke arbeitet. Ja, hier ist Luke, der über viel Selbstbewußtsein verfügt, aber auch sehr lernwillig und vorallem ehrlich und lieb ist, richtig!
Dann kamen wir an einen Bach. Ben hatte ihn schon längst entdeckt und ich wunderte mich schon, nach was er da immer Ausschau hält. Also rüber übers Feld und rein ins Wasser! Ben liebte es.... Ebby schaute erst mal skeptisch, da aber Ben mit solcher Begeisterung plantschte, sprang sie mit Luke hinterher. Na ganz ihr Ding war das nicht ;-) .... es war lustig zu sehen, wie sie auf den im Bach liegenden großen Steinen balancierte .....
Weiter gings durch die Felder und so wurde aus unseren sauberen Hunden schnell wieder ein paar Schlammmäuse. Nur Ben - der vornehme Italiener - hatte mit Dreck nicht sonderlich viel am Hut.
Die Zeit verging und so waren fast 3 Stunden schnell rum. Kalt wars und Micha, ich und unsere Hunde wurden noch zu einem leckeren Kaffee und Kuchen eingeladen. Das tat gut! Ben und Ebby lernten Sabine und Jürgens Katzen kennen und genossen die warmen Decken. Alles in allem ein wunderschöner Nachmittag, den wir bald wiederholen.
26.02.2004
Ebby ist der Chef in unserem Minirudel! Sie hat das im Laufe ihrer Zeit bei uns sehr geschickt eingefädelt: erst total hilflos, so daß sich alle um sie kümmern müssen - dann hat sie Ben charmant umgarnt, damit er (ganz Gentlemen) Rücksicht auf sie nimmt und nun? Nun legt sie eine selbstsichere und coole Art Ben gegenüber an den Tag, so daß dieser nur noch kuscht und mit großen Augen zuschaut, wie Ebby sich das nimmt, was sie will! Das beste Beispiel hatten wir gestern abend:
Ebby bekommt ja abends immer ihre Raseritis (Tobesucht) und springt und rennt dann mit ihrem Quietscheknochen durch die Wohnung bzw. den Garten. Ben lag gestern abend schlafend auf seiner Kuscheldecke und dachte sich: laß die Kleine mal machen. Ne, nix da! Ebby lief über Ben drüber, platzierte sich mit Schwung neben ihn auf die Decke und drängelte ihn runter. Langsam, gaaaanz langsam stand Ben auf (bewegte sich wie ein alter Mann ;-)), schaute uns mit großen Augen an (da wirken seine Hängeaugen besonders....), schnaufte tief durch, lief ein paar Schritte vorwärts Richtung Esszimmer (dort steht seine alleinige Hundecouch), blieb im Türrahmen dann stehen, verharrte wirklich minutenlang, schaute sich manchmal wieder laaaaaangsam zu Ebby um, schnaufte wieder durch, drehte sich ein wenig, schaut Ebby lange an (dabei spitzte er ein wenig die Ohren), von Ebby kam keinerlei Reaktion (daß ein Hund den anderen sooo ignorieren kann, unglaublich!), Ben lief zögern einen halben Schritt Richtung Ebby, bleibt stehen ..... schwankt fast wie ein Schiff (er würde doch so gerne wieder auf die Decke! er ist doch viel zu müde, so lange auf den Beinen zu stehen!) und kam dann langsam zu mir gelaufen, schaute mich an, schaute aufs Sofa (darf ich? - neee, Ben! Setz dich bei Madam durch!... ich weiß, war grausam ), drehte sich wieder um und legte sich gottergeben mitten in das Wohnzimmer auf die Fliesen. Erst jetzt hatte Ebby genug von dem Kuschelplatz und hüpfte quietschend in ihr eigenes Körbchen .... wie vom Blitz getroffen düste Ben auf seinen Platz und mit einem tiefen Schnaufer legte er sich hin ..... er stand diesen Abend nicht wieder auf! Selbst zum nächtlichen Pipimachen konnte ich ihn nicht mehr bewegen
Er muß sich zur Zeit auch wirklich einiges gefallen lassen. Ebby bespringt ihn von hinten, stört ihn öfter beim schlafen und stupst ihre Nase dann tief in sein Rückenfell. Gottseidank mag sie Bens Futter nicht (der Gute muß ja die ganzen Futterpackungen auffressen, die Ebby - die Wählerische - nicht gefressen hat). Ben darf keines ihrer Spielzeuge mehr haben, bekommt auch die Reste der Rinderohren bzw. Ochsenziemer nicht mehr ab und außerdem drängt sich die Madam immer dazwischen, wenn Ben gebürstet oder geknuddelt wird. Da greifen wir dann auch ein, denn so langsam testet das Sahnehäubchen auch ihre Position bei uns aus .... denn ehrlich: das soll uns nicht passieren, daß wir plötzlich in Demut unsere Sofaplätze wie Ben seinen Kuschelplatz räumen müssen
18.03.2004
Rückschritte: Ebby macht im Moment im Haus wieder Rückschritte. Die letzten drei Tage hatten wir ja traumhaftes Wetter, so daß wir die Terrassentür ständig aufließen und nur im Garten arbeiteten. Doch Veränderungen machen Ebby immer noch Angst. Sie ist es nicht gewöhnt, daß die Tür dauernd aufsteht und auch mit den Veränderungen im Garten kommt sie nicht klar. Ben ging gleich raus und "pflanzte" sich auf das den Rasen - Ebby düste nur mal schnell rum und dann gings wieder ab rein ins Haus und in ihr Körbchen. Zwar kam sie immer wieder neugierig im Schleichgang an die Tür, aber selten tat sich einen weiteren Schritt nach draußen. Ihr fehlt dazu einfach noch die Ruhe und Sicherheit.
Außerdem hatten wir gestern Besuch von dem 4-jähr. Neffen von Micha, welcher ein ziemlicher Wildfang ist. Pedro stürmte gleich ins Wohnzimmer und Ebby stand im Körbchen und bellte und knurrte. Sie hatte sich so erschrocken und ging in Drohstellung. Da sie sich nicht mehr richtig beruhigen ließ, machten wir die Terrassentür erst mal wieder zu und Ebby sauste dann ins Arbeitszimmer aufs Sofa - die Rückzugsmöglichkeit, die am weitesten von unserem Besuch entfernt ist. Sie kam erst wieder zum Vorschein, als alles wieder ruhig und wir alleine waren. Dann holte ich sie da hinten wieder raus und sie erkundete im Schleichgang die Wohnung.
Tja, aber sobald man Ebby das Halsband und die Leine zeigt, geht ein Freudentanz los und auf dem Spaziergang ist Ebby wie ausgewechselt - siehe die voran gezeigten Bilder.
Ich denke, die momentanen Rückschritte sind normal - Ebby ist noch nicht gefestigt genug, mit Neuem umzugehen. Sie läuft einfach in unserem Leben mit und ich bin sicher, nach und nach werden die Ängste von Ebby abfallen. Im Moment reagiert sie auf schnelle Bewegungen wieder mit Zögern und Ducken, aber sie macht nicht mehr "dicht", d.h. sie denkt über die Situation nach und kann sich daher weiterentwickeln. Durch diese Intelligenz hat sie bislang tolle Fortschritte gemacht und daher bin ich ziemlich zuversichtlich, daß sie auch diese Rückschritte meistern wird.
14.05.2004
Ebby hat in den letzten Wochen ebenso große Veränderungen durchgemacht. Sie war zwischenzeitlich heiß und da sie dieses Mal nicht ängstlich und verkrampft im Korb lag (als sie im Nov. 03 zu uns kam als ängstlichen Bündel Hund wurde sie gleich heiß), haben wir die Zicke in ihrem ganzen Ausmaß kennen gelernt. Sie war gegen Hündinnen absolut unausstehlich und hielt immer Ausschau nach dem passenden Rüden. Nachdem sie gemerkt hat, daß bei Ben nichts mehr läuft, fand sie den Traummann beim Spaziergang und ich mußte immer aufpassen, daß sie nicht aus dem Halsband schlüpft, so wild gebärdete sie sich, wenn sie den blonden, jungen und bildschönen Labbirüden erblickte. Ben zuhause war nur zum Draufrumklettern und Raufen da .... Mensch, bei uns war vielleicht ein Trubel!
Jetzt nach der Hitze kann man an Ebby auch körperliche Veränderungen erkennen: ich bilde mir ein, sie ist noch mal gewachsen und ist kräftiger geworden. Ich glaube, dieser Hormonschub hat ihr noch mal richtig gut getan.
Auch in ihrem Verhalten hat Ebby Fortschritte gemacht: sie knurrt und geht nicht mehr jeden entgegenkommenden Hund an, sondern hört brav auf meine Kommandos, wenn ich sie bei entgegenkommenden Joggern, Fahrrädern oder Autos absitzen lasse .... das klappt so gut, daß wir immer mehr Lob bekommen, was wir doch für tolle Hunde hätten, so wohl erzogen .... mmmmhhhh, das tut gut - aber wenn die wüßten. Letzt hat sogar ein Autofahrer deshalb angehalten und sich ein Weilchen mit mir über die Problematik unerzogener Hund unterhalten, weil er so von dem Bild fasziniert war (Ben und Ebby aufmerksam sitzend um mich rum).
Zurück zu Ebby: wenn wir nun zuhause Besuch bekommen, knurrt Ebby immer noch und bleibt ängstlich auf ihrem Platz liegen. Aber man kann mittlerweile zu ihr hingehen und sie reagiert dann irgendwann auch auf die Streichler von fremden Leuten (und nimmt dann sogar angebotene Leckerlies) .... ebenso, wenn ich sie mitnehme: erst mal bleibt sie ängstlich hinter mir. Nach einer gewissen Beobachtungszeit kann man aber auf sie zugehen und sie fängt an, sich für den anderen zu interessieren .... ein schöner Fortschritt!
20.09.2004
Ebby hat endlich wieder einen Riesenfortschritt gemacht! Juhu!!!
Bislang war es immer so, daß Ebby in der Wohnung jeden Fremden (auch wenn sie ihn schon paar mal gesehen hatte und derjenige mehrere Tage bei uns gewohnt hat) beim Betreten des Wohnzimmers, wo sie ihren Liegeplatz hat, angebellt hat und dabei mächtig zitterte .... draußen beim Spaziergang war sie anders: sie lief fröhlich herum und kam auch schon mal von hinten an die Fremden an, schnupperte kurz an der Hund und suchte nach Leckerlies.
Uns gegenüber ist sie - wenn wir alleine mit ihr sind - wie ein normaler Hund: voller Energie, Fröhlichkeit und Schalk im Nacken.
Nun war natürlich in den letzten Wochen eine Menge bei uns los: viele Hunde blieben mal kürzer oder länger über Nacht, viele Menschen gingen bei uns ein und aus .... viele neue Einflüsse, die Ebby zu verarbeiten hatte. Anfänglich hatte sie echt Streß - aber sie mußte da durch und wir schenkten ihr auch nicht unbedingt mehr Beachtung als vorher. Somit fing ihr schlaues Köpfchen an zu arbeiten .... und dann gestern das:
Ellen und Dieter kamen mit Darline und Leon zum Spaziergang mit anschließendem Kaffeetrinken. Schon draußen kam Ebby immer wieder von hinten an und schnupperte, nahm Ellen auch Leckerlies aus der Hand und lief mal zwischen den beiden Männern zwischendurch. In der Wohnung legte sie sich zuerst auf ihren Platz und beobachtete das weitere Geschehen. Wir gingen ins Eßzimmer nebenan - sie kann uns die ganze Zeit über sehen - und die anderen Hunde um uns rum. Während wir so über Gott und die Welt redeten, kam plötzlich Ebby zu uns und legte sich unter den Tisch .... sie schnupperte immer wieder hoch, zuerst nur bei mir. Dann näherte sie sich Ellen an, kam mit ihrem Köpfchen unter der Tischdecke hervor und saß ganz dicht bei Leon, der von Ellen gestreichelt wurde. Ellen wanderte mit der Hand zu Ebby .... und wir hielten alle den Atem an ;-)
Langsam ließ Ebby sich kraulen, erst mit Fingerspitzen, dann immer mehr mit der ganzen Hand und schließlich am Hals und Kopf. Hörte Ellen auf, forderte Ebby weitere Streicheleinheiten ... Mensch, waren wir glücklich!
10 Monate ist Ebby bei uns und wie oft haben wir gezweifelt, ob sie irgendwann diesen Schritt tun .... irgendwann ein normaler Hund wird .... und gestern hat die kleine Maus uns bewiesen, daß man niemals die Hoffnung aufgeben darf! Manche Hunde brauchen eben ihre Zeit - manchmal besonders viel Zeit ....
Ebby kam dann immer wieder zu Ellen und ließ sich streicheln. Sie hat verstanden, wenigstens schon mal beim Sitzen am Tisch, daß fremde Menschen ihr nichts Böses mehr tun, sondern ebenso schön kraulen können wie Herrchen und Frauchen auch. Herrgott war das ein glücklicher Moment!!!!!
Der nächste Schritt wird sein, daß sie versteht, daß sie keine Angst haben muß, wenn sie im Wohnzimmer liegt und fremde Menschen auf sie zugehen. Sie knurrt und bellt auch heute noch, wenn Fremde die Wohnung betreten oder zittert, wenn Fremde ihr gar im Wohnzimmer zu nah kommen.
Aber gestern hat sie einen großen Schritt getan .... die nächsten werden ebenfalls kommen!
Ebby, ich bin so stolz auf dich!!!!
19.11.2004
Die Ebby ist echt ein kleines Persönchen!
Wir müssen ja unterscheiden zwischen der "Super-gut-drauf"-Ebby, wenn wir mit ihr alleine sind und der "hab-immer-noch-Muffesausen"-Ebby, wenn sich etwas Neues tut.
Aber Ebby, die Taffe hat mich gestern echt wieder zum Lachen gebracht:
Sie hat sich in der letzten Zeit angewöhnt, wenn ich telefoniere, neben mir bzw. vor mir hin und her zu tippeln (gell Nico, das Tapsen hört man sogar durch Tel. ). Einarmig streicheln ist ihr nun langsam nicht mehr genug und gestern hat sie sich auf die Hinterbeine gestellt, Vorderpfoten auf meinen Schoß und .... saussss ...... gings durchs Arbeitszimmer! Sie schob mich vom Schreibtisch weg in die andere Ecke (mein Bürostuhl hat Rollen ) und fand das Spiel richtig toll! Ihr Blick sprach Bände - der Schalk blitzte nur so .... und klar, nachdem ich mich wieder zurückgerollt hatte, kam sie hinterher .... ne, ich laß mich nicht mit Bällchen-Werfen ablenken! - und schon gings wieder schiebend durch das Arbeitszimmer - echt fast Zirkusreif!!! Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen .... das ist Ebby, wie sie sonst keiner kennt (leider): ein Clown und Turbolabbi
Später hab ich den Rechner ausgemacht und Ebby hüpfte mit ihrem Quietscher vor mir her. Ich spielte "Bösen Mann" und machte einen Buckel und lief mit drohender Stimme spielerisch hinter ihr her .... sie wedelte wie doll, rannte vor mir weg (wenn wir hier Staub hätten, hätte sie beim Pesen eine Riesenwolke hinterlassen!) und sprang mit einem Satz ins Körbchen - keine Spur von Angst! Ich packte sie rundum ... sie grunzte vor Freude .... echt, wer mir dieses Verhalten von Ebby von einem Jahr prophezeit hätte, den hätte ich für verrückt erklärt!
Mal schauen, vielleicht erkennt sie ja nun in ihrem 2. Jahr bei mir, daß man diesen Spaß auch mit anderen Menschen haben kann ....
23.01.2005
Wir waren gerade eben im Feld zu einem langen Spaziergang: Fiona, Ben, Ebby + Kathy .... 4 ehemalige Retriever in Not und alle hatte mächtig viel Spaß:
Ebby rennt wie eine wild gewordene Hummel über die Felder ... sie kennt kein Halten und hat - weil sie sich verpeilt hat - Frauchen zu Fall gebracht ... Nö, nicht daß es ihr danach leid getan hat! Sie war so im Renn-Rausch, daß sie zwar schnell die aus der Tasche gefallenen Leckerlies aufgesammelt hat, dann aber sofort weiter gedüst ist ....

Nach ein paar Minuten sieht sie aus wie ein Dalmatiner: über und über mit kleinen Dreckspritzern übersät .... nur komisch, daß nach ein paar Stunden zuhause wieder alles weg ist: die Lady hat ein selbstreinigendes Fell, abends ist sie wieder weiß wie Schnee
29.01.2005
Ebby hat uns gestern beim Spaziergang wieder zum Lachen gebracht: immer wenn sie andere Hunde in der Ferne sieht, geht sie in den Schleichgang über. Der sieht etwa so aus: alle Viere in die Knie und wie eine Katze über den Boden schleichend wird der andere Hund anfixiert. Plötzlich ein Losschießen - dann wieder in den Schleichgang .... und so lange sie so gespannt ist, hat sie die Ohren auch auf Durchzug. Kein Rufen erreicht sie dann - es bleibt mir nur, mit einem Wurf diese Spannung zu zerreißen .... Ebby schaut mich dann immer leicht verdutzt an: huch! war was?
12.02.2005
Ebby ist wirklich meine Prinzessin auf der Erbse
Gerade lasse ich sie mit Kathy nach einer Ruhestunde in den Garten zum Pieseln ... draußen regnet es Bindfäden, der Garten ist matschig und steht unter Wasser ... was macht Ebby? Bleibt in der Terrassentür stehen: och nöööö, Frauchen, geh du mit Kathy mal vor! Ich muß doch nicht so dringend!
Nix da, Mädchen... raus mit dir!
Ok, wenn´s sein muß.... schnell, schnell unter die Tanne .... aber Mist, der Regen kommt von der Seite! Ich werde ja ganz naß!!!
Und dann ein Bild, da konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen: Ebby ging quasi auf Zehenspitzen über den Rasen .... mit angewidertem Gesicht und kleinen Tippelschritten! Schnell hingesetzt zum Pieseln und dann schneeeeelll wieder rein in die Bude! Während Kathy weiter den Garten untersucht, kleine Stöckchen frißt und durch den Matsch stapft, steht Ebby mit spitzer, krauser Nase in der Terrassentür und scheint die Stirn zu runzeln ....
Hey Ebby, hol deinen Quietscher rein, der wird naß!
Püh! Soll er doch! denkt sich Ebby .... aber dann erinnert sich die kleine Lady wohl an die Leckerlies, die es nur gibt, wenn der Garten dann wieder schon "aufgeräumt" ist und saust wie der Wind in den Garten ... holt den Quietscher ... saust wieder rein und setzt sich neben Kathy vor mich, schwanzwedelnd und breit grinsend: Nu mach schon hinne, Frauchen! Ist Keks-Time!
... ist schon komisch: draußen im Feld die größte Matschtante! Und im Garten ein zartes, weißes Mimöschen .... hach, Mäuschen, bist schon mein süßer Schatz!
23.07.2005
Ja, heute - nach fast zwei Jahren bei uns ist Ebby das erste Mal richtig ins Wasser - so richtig mit schwimmen - Boden unter den Füßen weg und paddeln und klatschenaß am ganzen (!) Körper! ... und das kam so:
Ebby ist im Moment richtig gut drauf und wir waren am Blausteinsee zum Spaziergang. Dieses Mal war wenig los - wir konnten ungestört in eine versteckte "Mini"-Bucht und unsere Hunde loslassen.
Ebby und Kathy liefen zuerst nur am Strand entlang - bloß nicht die Pfoten naß machen! Neee, so nicht Mädels! Ich fand ein großes Treibholz und warf es ins Wasser. Und jetzt das unglaubliche: Ebby vergaß ihre Angst vor Wasser und sprang mit aller Wucht ins Wasser und schwamm dem Holz hinterher! Herrlich! Beim Zurückschwimmen schaute sie verdutzt, aber sehr stolz! Sie wurde natürlich ausgiebig gelobt und wuchs gleich ein paar cm :-) .... wieder und wieder haben wir das Holz ins Wasser geworfen, sie ist hinterher geschwommen und hat es auch brav - von einem Ohr zum anderen lachend - wieder bis vor meine Füße zurückgebracht - ein echter Retriever halt
Kathy, der kleine Schlingel fand Wasserplantschen prima. Sie schwamm zwar auch erst mal dem Holz hinterher, dann fand sie das Plantschen aber lustiger und sie machte allerhand Faxen. Sobald Ebby das Holzstück vor meine Füßte abgelegt hat, klaute Klein-Kathy es uns und machte sich aus dem Staub .... Ebby jagte hinterher und brachte es wieder zurück ..... ein herrliches Spiel!
Wir gingen später einen kleinen Weg durch Wald und Gestrüpp zurück und Ebby führte die ganze Karawane an! Echt unglaublich: Ebby völlig angstfrei vorne weg - ich leinehaltend hinter her, dann stupste mir Kathy die nasse Nase ins Knie, dahinter Micha an der Leine und das Schlußlicht bildete Ben .... das muß ein Bild für die Götter gewesen sein! Besonders stolz bin ich aber wirklich auf Ebby: im Moment hat sie wirklich wieder ein Hoch ... superklasse!
06.08.2005
Mittlerweile gehe ich mit Ebby regelmäßig ans und ins Wasser und sie liebt es! Ich habe extra einen Wasserdummy gekauft und Ebby ist bei der "Arbeit" einfach toll. Sehr aufmerksam und engagiert holt sie den Dummy aus allen möglichen Gewässer, Gestrüpp oder wohin das Ding sonst so fliegt :-). Sie bringt es mit einer Freude - grinst dabei übers ganze Gesicht und ihre Ohren flattern, die Augen leuchten - wieder zu mir her, wirft mir den Dummy vor die Füsse (das mit dem Halten müssen wir noch üben - Ebby ist der Meinung, sie muß mir den Dummy vor die Füsse werfen, damit sie schneller an ihr Leckerlie kommt) und sitzt regungslos ab .... gerade vorhin war sie wieder so unglaublich .... zwischendurch in der Pause beobachte ich meinen Hund, der dann "aufgeräumt" neben mir liegt und sich das Wasser aus dem Fell schubbert: Wenn uns das jemand von knapp 2 Jahren vorausgesagt hätte, den hätte ich für verrückt erklärt! In solchen Situationen wünsche ich mir "professionelle Hilfe", damit Ebby und ich gemeinsam noch mehr über retrievertypische Arbeit lernen ... aber da sie bekanntlich kein VDH-Hund ist, habe ich außerhalb des DRC noch keine gute Hundeschule gefunden, die auch noch gut erreichbar ist. Ebby ist jetzt an einem Punkt angelangt, wo sie über die Arbeit ihre Angst vor anderen Menschen vergißt ... das ist der nächste Ansatzpunkt: je mehr sie an Sicherheit gewinnt, desto ungezwungener wird sie sich in der Zukunft in der Menschenmenge bewegen können .... na, schaun wir mal: Frauchen wird weiter nach der passenden Hundeschule suchen und Ebby wird weiter Schritt für Schritt den richtigen Weg zum "richtigen" Retriever gehen ... ich bin jedenfalls unglaublich stolz auf sie!

04.10.2005
oha, Ebby entwickelt sich im Moment wieder zur Prinzessin auf der Erbse! Ihre Freundin Kathy lockt sie auch anderen Menschen gegenüber immer mehr aus der Reserve, denn Ebby kann unheimlich eifersüchtig sein, wenn Kathy gestreichelt wird .... so traut sich Ebby dann auch immer öfter an Fremde ran und sucht die Hand - das ist wirklich ein toller Fortschritt.
Aber sie ist im Moment auch wieder verdammt selbständig: draußen im Feld springt sie durch die Rüben und jagt Vögel bzw. Hasen. Hier läßt sie sich auch wunderbar abrufen. Aber: wenn sie dann mit Kathy zum Wettlaufen ansetzt und die beiden davon sprinten - dann hört nur noch Kathy auf meine Hundepfeife ... Ebby stellt die Ohren auf Durchzug, besonders wenn sie dann bereits einen anderen Hund ins Visier genommen hat! Gestern sind wir einem Schäferhund begegnet und Ebby erstarrte. Sie stand regungslos vor dem Hund und zeigte dann wieder ihr Anschleichmanöver - kein Durchkommen meinerseits mit Stimme oder Pfeife - Ebby war in einer anderen Welt und völlig konzentriert auf diesen anderen Hund. Der Schäferhund bliebt völlig cool und legte sich auf Kommando ab. Und erst ca. 2 m vor ihm löste sich Ebby aus dem Schleichgang ... letztendlich begrüßten sich die beiden dann ganz freundlich. Besonders begeistert war ich allerdings von Ebbys ignorantem Verhalten nicht - so werden wir also das Schleppleinentraining wieder beginnen ...
Abends ist sie zur Zeit besonders anhänglich: kaum sitzt Herrchen auf dem Sofa, kommt Ebby dazu und kuschelt, kuschelt, kuschelt. Manchmal legt sie sich hinter Herrchen und legt ihren Kopf in seine Halskuhle oder auf seinen Bauch .... sie genießt und schließt mit einem Schnauferl die Augen .... eben unsere Prinzessin :-) ein Hund voller Gegensätze.
06.11.2005
Ebbys Patentante Ursula hat ihrem Patenkind ein tolles Geschenk gemacht: eine Hindernishürde!
Heute hatten wir schönes Herbstwetter, Ebby war gut drauf und so haben wir das Hindernis im Garten aufgebaut. Die Aufregung war groß: was ist das denn? Nachdem alle drei Hunde das "fremde Ding" akzeptiert hatten, brachten wir Kathy und Ben ins Wohnzimmer. Ebby durfte draussen bleiben und Micha begann sie an das Hindernis ran zu führen - mit Leckerlies, natürlich.
Ebby war Feuer und Flamme und hat unglaublich schnell kapiert, was wir von ihr wollten. Mit wachsender Begeisterung sprang sie immer und immer wieder übers Hindernis.
Dabei überdrehte sie keineswegs - sobald wir eine Pause machten, schnuffelte sie durch den Garten. Sobald wir sie aber wieder zum Hindernis riefen, kam sie freudig angelaufen. Manchmal konnten wir ihr den Stock gar nicht schnell genug wieder auflegen - manchmal sprang sie schon über den Stock, wenn wir ihn noch in der Hand hielten .... sie hatte wirklich jede Menge Spaß - und wir mit ihr!
26.11.2005
EBBY HAT GEBURTSTAG!

Zwei Jahre ist es nun her, daß diese bezaubernde Maus den Weg zu uns gefunden hat!
Zwei Jahre voller Höhen und Tiefen, voller Tränen und Lachen, voller Angst und voller Lebensfreude!
Danke Prinzessin, daß es dich gibt!
16.02.2006
Gestern abend war wieder einer dieser Momente mit besonderem AHA-Effekt:
Gegen Mittag kam der Postbote und brachte 2 Pakete: eines für Herrchen und ein gaaaaanz Großes ... meine Drei tippten natürlich gleich auf ein ordentliches Fresspaket und standen parat zum Speisen
Tja, wie groß war dann das Entsetzen als beim Auspacken ein Ungetüm von Vari-Kennel zum Vorschein kam. Ebby brachte sich mit gesträubten Haar in Sicherheit, Kathy hinterher ... Ben stand da und schüttelte sein greises Haupt: Frauchen, das is abba nix zum Fressen - manno ist das langweilig! Sprachs und begab sich mit einem tiefen Seufzer in seine Kudde ....
Ich fing dann an, das Riesending zusammenzubauen und schon beim ersten Knistern des Plastikbeutels schauten Ebby und Kathy neugierig um die Ecke ... doch was Fressbares? Nein, aber neugierig liefen sie trotzdem um den Kennel rum. Ich ließ ihn dann bewußt im Gang stehen, die Tür offen - abends gingen die Mädels und auch Ben bereits ohne Zögern am Kennel vorbei und auch ein anschlagender Schwanz versetzte niemanden mehr in Panik.
Ok, bevor das Ding nun in den Keller verschwand (war ja eigentlich für den Transport gedacht), wollte ich den Hundis doch gerne mal das "Innenleben" des Plastikkennels zeigen und holte ein paar verführerisch durftende Leckerlis. Drei ungeduldige Schnuffels tanzten um mich herum ... zum Kennel hin .... und dann waren sie völlig entsetzt, daß ich die Leckereien IN den Kennel warf. Huch, das böse Ding hat unsere Leckereien verschluckt! Ben stand in 2. Reihe (Mädels, ich lass euch mal galant den Vortritt) - Kathy flitzte hin und her ... und Ebby? Ebby schaltete ihr Köpfchen ein und machte den ersten vorsichtigen Schritt in den Kennel .... erst eine Pfote - wieder raus - ein weiteres Leckerli landete im Kennel - Ebby mit zwei Pfoten rein ... dabei wild wedelnd und heftig schnüffelnd ... sie machte sich lang, kam aber *Mist!* noch nicht an das Leckerli ran ... also wieder raus - das nächste Leckerli flog in den Kennel und siehe da: Ebby ging zögernd mit allen vier Pfoten in den Kennel!! In dem Moment hätte ich den ganze Welt umarmen können. Der größte Angsthase - meine heißtgeliebte Panikmaus - nahm ihren ganzen Mut zusammen und ging voran als Erste in den Kennel - das war einfach soooo unglaublich! Genüßlich fraß sie alle Leckerlis auf, kam wieder raus, freute sich riiiiiesig über mein Lob (dabei wackelt sie mit dem ganzen Körper und man sollte ihrer Rute ausweichen = Peitschenlady). Ich warf wieder Leckerlis rein und nach dem 2./3. Mal ging sie ohne Zögern und mit solcher Freude in die Kiste rein ... einfach toll.
Das ließ Kathy aber nicht auf sich sitzen: nachdem sie Ebby zugeschaut hatte, nahm auch sie ihren ganzen Mut zusammen und kroch in den Kennel ... danach war sie stolz wie Oskar!
So, und was machte Ben? Er hielt sich entweder in 2. Reihe oder lief nach jedem Reinwerfen des Leckerlis in den Kennel um diesen herum: Moment, Frauchen hat es dorthin geworfen - da muß ich doch auch von der anderen Seite rankommen! Enttäuscht kam er dann wieder zu mir: nix gefunden ....
So sperrte ich Ebby und Kathy mal kurz weg. Ben spitzte seine Ohren, hypnotisierte das Leckerli im Kennel und laaaaaangsam kroch er in den Kennel rein - mein toller Bursche! Eine so tolle Leistung wenn man bedenkt, daß Ben vor hallenden Räumen/Fluren und kleinen Kisten so viel Angst hat! Natürlich wurde auch er dann ausgiebig gelobt und da kam der Schelm bei ihm durch - er tobte durch die Wohnung wie ein junger Hund und freute sich über seinen eigenen Mut ....
Ja, das war wieder einer dieser Momente, wo ich meine Drei besonders liebe
22.03.2006
Der Frühling kommt nun doch! Die Hunde lieben den neuen Garten und helfen uns fleissig bei der Gartenarbeit:
Ebby klaut wie ein Rabe die Arbeitshandschuhe aus dem Gerätehaus und flitzt damit breit grinsend durch den Garten - Herrchen schimpfend/lachend hinterher .... und er hat keine Chance: sie gibt den Handschuh nicht mehr her *g*
Kathy sammelt Stöckchen und zerschreddert diese .... manchmal läuft sie mit einem "Ällebätsch" zu Ebby hin und zeigt, welch tolles Stöckchen sie gefunden hat. Wenn Ebby ihr hinterher läuft, pest sie durch den Garten hinter die Tannen und versteckt sich *g*
Ben genießt die ersten Sonnenstrahlen .... er liegt auf der Terrasse und schaut den jungen Dingern beim Toben zu. Ab und an kommt er mit seinem Wuschel und fordert uns zum Tauziehen auf ... aber nicht lange und er platziert sich wieder in die Sonne und genießt.
11.11.2006
Ebby hat sich wunderbar weiterentwickelt. Sie wird immer selbstbewußter und geht jetzt auch schon auf Menschen, die uns regelmäßig besuchen, zu und läßt sich streicheln. Sie ist nicht mehr ständig auf der Flucht, sondern zieht sich erst mal nur ins Wohnzimmer in ihre Kudde zurück, bellt, läßt sich recht gut beruhigen und wenn man ihr dann keine Beachtung schenkt, kommt sie auch rüber in die Küche und nimmt unter dem Tisch zu fremden Menschen Kontakt auf. Das ist wirklich toll!
Mit uns alleine ist sie ein völlig normaler Hund. Sie zeigt sich selbstbewußt, fordert ihre Schmuseeinheiten mit sehr viel Charme ein (bei ihrem Augenaufschlag schmilzt Herrchen dahin *g*), liebt enges Kontaktkuscheln am Abend auf dem Sofa und:
Sie hat einen neuen Job! Ebby ist unser Kindermädchen :-) In diesem Jahr haben wir nun schon den zweiten Pflegehund, welcher noch kein Jahr alt ist und diese Altergruppe findet Ebby ideal. Sie spielt mit ihnen, zeigt ihnen die Familienregeln und geht in ihrer Rolle als Nanny richtig auf. Es ist herrlich anzuschauen und erleichtert uns die Integration und Arbeit mit den Pflegelümmeln sehr.

(Ebby Winter 2008/2009)
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